Spektakel in Magdeburg: Rot für Co-Trainer und Fejzic-Schock beim 2:4

Magdeburg - Das Auftaktspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Eintracht Braunschweig hatte alles, was ein packendes Fußballspiel braucht. Spannung, reichlich Tore und viele hitzige Szenen.

Braunschweig-Keeper Fejzic wird von den Rettungssanitätern vom Platz getragen.
Braunschweig-Keeper Fejzic wird von den Rettungssanitätern vom Platz getragen.  © Screenshot/twitter

Die gute Nachricht direkt zu Beginn: Eintracht-Schlussmann Jasmin Fejzic ist soweit wohlauf.

Wie die Braunschweiger mitteilten hat sich der 33-Jährige nicht ernster verletzt. "Wir alle sind sehr erleichtert, dass es Jasmin Fejzic soweit wieder gut geht und er sich keine schwerere Verletzung zugezogen hat", so Braunschweig-Trainer Christian Flüthmann.

In der 52. Minute kam es bei einer misslungenen Rettungsaktion von Fejzic zu einer minutenlangen Pause.

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Der Keeper landete dabei unglücklich auf dem Rücken und blieb zunächst benommen liegen. Er wurde anschließend von den Sanitätern auf einer Trage vom Feld und direkt ins Krankenhaus gebracht.

Dort stellten die Ärzte jedoch "lediglich" eine leichte Gehirnerschütterung und eine Zerrung der Oberarmmuskulatur fest.

Ansonsten hatte das Drittliga-Spiel ordentlich Würze. In der Anfangsphase konnte Martin Kobylanski seine Farben gleich zwei mal in Front schießen (7., 18.) und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Magdeburgs Bertram (12.) den alten Ein-Tor-Vorsprung wiederherstellen.

Marcel Bär traf in der 32. Spielminute noch zum 3:1-Halbzeitstand für den BTSV.

Felix Zwayer sorgt für ein Novum

Dreifach-Torschütze Kobylanski feiert mit seinen Teamkollegen einen seiner Traffer.
Dreifach-Torschütze Kobylanski feiert mit seinen Teamkollegen einen seiner Traffer.  © DPA/Foto Huebner

Nachdem Beck (52.) den Anschluss markierte folgte eine äußerst hitzige Schlussphase. Zunächst flog Björn Rother nach Foulspiel an Proschwitz mit glatt Rot vom Platz (84.).

Fünf Minuten später dann eine unrühmliche Premiere: Nach einem Zweikampf im Spielgeschehen blieb Braunschweigs Torschütze Bär am Boden liegen. Bei Magdeburgs Co-Trainer Silvio Bankert brannten anschließend die Sicherungen durch!

Bankert schoss den am Boden liegenden Bär mit einem Ball ab - Schiedsrichter Felix Zwayer sah dies und machte im Anschluss von einer seit dieser Saison neuen Regel erstmalig Gebrauch: Rot für den Co-Trainer. Seit der neuen Spielzeit ist es nämlich dem Schiedsrichter erlaubt, auch Offiziellen eine Karte zu zeigen.

In der 6. Minute der hektischen Nachspielzeit erzielte letztlich Kobylanski nach Vorarbeit von Feigenspan seinen dritten Treffer an diesem Nachmittag und setzte mit dem 4:2 den Schlusspunkt eines rassigen Spiels in der Magdeburger MDCC-Arena.

Schiedsrichter Felix Zwayer hat zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Fußballs einem Offiziellen die Rote Karte gezeigt.
Schiedsrichter Felix Zwayer hat zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Fußballs einem Offiziellen die Rote Karte gezeigt.  © Federico Gambarini/dpa

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