"Auftrags-Täter": Immer mehr Fahrrad-Diebstähle in Köln

Köln – Während es 2018 in Köln spürbar weniger Taschendiebstähle gab, wurden erneut mehr Fahrräder gestohlen. Eine Ursache dafür sieht die Polizei in professionellen Banden.

Schlechte Fahrradschlösser machen es Dieben besonders einfach (Symbolbild).
Schlechte Fahrradschlösser machen es Dieben besonders einfach (Symbolbild).  © DPA

Zwar gab es im Vergleich mit 2017 "nur" eine Zunahme von 205 Fällen. Der Anstieg um 2,2 Prozent schmerzt nicht nur aufgrund der insgesamt rückläufigen Zahlen in den meisten Kriminalitätsbereichen in Köln.

Denn die durch Fahrraddiebstähle verursachte Schadensumme stieg um fast eine Million auf 6,35 Millionen Euro. Denn es wurden nicht nur mehr Räder geklaut. Durch den steigenden Anteil an Elektro-Bikes wird das Diebesgut immer wertvoller: Im Schnitt hatte jedes gestohlene Fahrrad einen Wert von 700 Euro.

Längst sind dafür nicht nur Einzeltäter verantwortlich. Die Polizei berichtet von professionellen Banden. Diese machen Fotos von Fahrrädern und klauen dann quasi "auf Bestellung" für die Hehler.

Um den Dieben es so schwer wie möglich zu machen, möchte die Polizei das Thema Prävention mehr in das Bewusstsein der Kölner Bürger bringen. Beim Delikt "Wohnungseinbrüche" hätten verbesserte Schutzmaßnahmen und eine erhöhte Aufmerksamkeit zu einem Rückgang der Taten beigetragen.

Wer ein wertvolles Fahrrad habe, dem sollte aus Sicht der Polizei auch der Schutz des Rads durch ein hochwertiges Schloss etwas wert sein.

Niedrige Aufklärungsquote in NRW

In Nrw wurden im vergangenen Jahr bis Ende November insgesamt 67.000 Drahtesel gestohlen. 2017 waren es 69.000 Stück gewesen. Vor zehn Jahren lag die Zahl noch bei fast 100.000 Rädern.

Allerdings wird kaum ein Fahrraddiebstahl aufgeklärt. Nur in jedem 13. Fall (7,6 Prozent) bekam der Eigentümer sein Rad zurück (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA


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