Arbeitsplatz-Abbau bei Airbus-Tochter? Gibt es eine Lösung?

Augsburg - Angesichts des drohenden Arbeitsplatzabbaus bei der Augsburger Airbus-Tochter Premium Aerotec will Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nach Lösungen suchen.

Eine Ampel steht vor dem Werk des Flugzeugherstellers Premium Aerotec auf rot. (Archivbild)
Eine Ampel steht vor dem Werk des Flugzeugherstellers Premium Aerotec auf rot. (Archivbild)  © DPA

Der Freie-Wähler-Chef will am Donnerstag mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat des Flugzeugbauers über die aktuellen Entwicklungen und Zukunftsperspektiven sprechen. Anschließend will Aiwanger die Öffentlichkeit informieren (11.30 Uhr).

Das Unternehmen hatte angekündigt, dass mittelfristig die Stellen von 1100 der rund 3600 Mitarbeiter in Augsburg gefährdet seien. Premium Aerotec hat einen Restrukturierungsplan entwickelt, um eine langfristige Perspektive für das Werk in Schwaben zu entwickeln. Um Kosten zu reduzieren, sei auch der sozialverträgliche Jobabbau möglich.

Das Unternehmen hatte zuletzt mehrere Rückschläge hinnehmen müssen. Zunächst war vor einem Jahr angekündigt worden, dass rund 500 Zeitarbeiter gehen sollen. Ende Dezember gab es dann einen Großbrand in dem Augsburger Werk.

Wenige Wochen später wurde von Airbus das Aus des A380 verkündet, für den auch Premium Aerotec Teile produziert. Der Airbus-Zulieferer hat an mehreren Standorten rund 10.000 Mitarbeiter, Augsburg ist der Unternehmenssitz.

Update 14 Uhr: Aiwanger hat weiter Gesprächsbedarf

Aiwanger hat den Airbus-Konzern aufgefordert, seine Augsburger Tochter besser mit Aufträgen auszustatten. Airbus müsse gezielt Produktion nach Schwaben zu Premium Aerotec verlagern, sagte Aiwanger am Donnerstag nach Gesprächen mit Geschäftsführung und Betriebsrat des Augsburger Unternehmens.

Aiwanger will in diesem Zusammenhang auch mit der Airbus-Leitung reden. "Ich werde einfordern, dass man den Standort hier nicht abhängt." Das Augsburger Werk sei "ein Vorzeigebetrieb".

Airbus hatte in der Vergangenheit auch einen Verkauf von Premium Aerotec ins Gespräch gebracht, zuletzt von den Plänen aber Abstand genommen. Aiwanger meinte, ein Verkauf "wäre nicht der Weltuntergang für den Standort hier". Ein Investor könne Strategien entwickeln.

Hubert Aiwanger (Freie Wähler), stellvertretender Ministerpräsident von Bayern und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sucht nach Lösungen für Premium Aerotec.
Hubert Aiwanger (Freie Wähler), stellvertretender Ministerpräsident von Bayern und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sucht nach Lösungen für Premium Aerotec.  © DPA

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