Horror-Tat von Augsburg: Drei Verdächtige stellten sich

Augsburg - Nach der erneut angeordneten Untersuchungshaft im Augsburger Tötungsfall haben sich drei der sechs Beschuldigten bei der Polizei gestellt. Diese Zahl nannte die im Fall zuständige Staatsanwaltschaft am Montag.

Tiefe Trauer in Augsburg: Zahlreiche Menschen bekundeten nach der Tat ihr Beileid.
Tiefe Trauer in Augsburg: Zahlreiche Menschen bekundeten nach der Tat ihr Beileid.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die drei anderen wurden festgenommen. Nach dem tödlichen Faustschlag am Nikolaustag gegen einen 49 Jahre alten Passanten waren sieben Jugendliche und junge Männer in U-Haft gekommen.

Ein 17-Jähriger, der die deutsche, türkische und libanesische Staatsbürgerschaft hat, wird des Totschlags verdächtigt. Gegen die sechs anderen wird wegen Beihilfe ermittelt.

Sie waren Anfang vergangener Woche wieder freigekommen. Am Freitag aber hatte das Oberlandesgericht (OLG) München die Entscheidung des Landgerichts Augsburg entsprechend revidiert.

Das Oberlandesgericht München bestätigte nach Angaben der Staatsanwaltschaft, "ausgehend vom derzeitigen Ermittlungsstand, sowohl den dringenden Verdacht der Beihilfe zum Totschlag, als auch der gefährlichen Körperverletzung sowie die Haftgründe der Flucht- und der Verdunkelungsgefahr und der Schwere der Tat".

Weiter ermittelt würden zudem die Umstände, "die mit dem konkreten Tatgeschehen, aber auch mit dem Vor- und Nachtatverhalten der Beschuldigten und der Gruppenstruktur zusammenhängen".

Laufend werde geprüft, ob sich der Tatverdacht erhärtet oder ob er entkräftet wird, so die Staatsanwaltschaft.

Das könne sich auch nur auf einzelne Beschuldigte beziehen. "Um diese Untersuchungen nicht zu beeinträchtigen, können derzeit keine Einzelheiten zu den Ermittlungsergebnissen mitgeteilt werden", hieß es weiter.

Der Augsburger Tötungsfall hat in ganz Deutschland für Fassungslosigkeit gesorgt.
Der Augsburger Tötungsfall hat in ganz Deutschland für Fassungslosigkeit gesorgt.  © Stefan Puchner/dpa

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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