AfD-Meuthen sieht Österreich-Kanzler als Verbündeten

Augsburg - Rund um den Bundesparteitag der AfD in der Messe Augsburg protestierten rund 5000 Menschen gegen die Rechtspopulisten. Die Demonstranten riefen Parolen wie "Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda".

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen (57) sucht nach Mitstreitern für eine Festung Europa.
Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen (57) sucht nach Mitstreitern für eine Festung Europa.  © DPA / Karl-Josef Hildenbrand

Der zweite AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen (57) benannte Österreichs konservativen Kanzler Sebastian Kurz als Mitstreiter für eine "Festung Europa".

"Die, mit denen wir zusammenarbeiten wollen, müssen, die heißen zum Beispiel: Heinz-Christian Strache, Sebastian Kurz, Matteo Salvini und auch Victor Orban", sagte Meuthen.

Österreichs Kanzler (31), der als Gegenspieler Merkels in der Flüchtlingspolitik gilt, erklärte nur wenig später, er wolle kein Verbündeter der AfD sein.

"Wir sind eine klar pro-europäische Bundesregierung", teilte ein Sprecher mit und betonte, Österreich setze sich für eine gesamteuropäische Lösung bei der Migration ein.

"Für Sebastian Kurz sind dabei die Verbündeten in Deutschland die deutsche Bundesregierung, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an deren Spitze und Innenminister Horst Seehofer, nicht die AfD."

Meuthen warb außerdem in der Sozialpolitik für eine Abkehr vom "zwangsfinanzierten Umlagesystem" der gesetzlichen Rentenversicherung, hin zu einer "regelhaften privaten Vorsorge". Thüringens AfD-Chef Björn Höcke, der vor dem Parteitag ein Rentenkonzept mit steuerfinanzierten Zusatzleistungen für Deutsche vorgestellt hatte, sagte, die AfD müsse «die Partei des solidarischen Patriotismus" sein.

Sebastian Kurz (31) will nicht mit der Alternative für Deutschland kooperieren.
Sebastian Kurz (31) will nicht mit der Alternative für Deutschland kooperieren.  © DPA

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