Kollege brutal mit Hantelscheibe niedergeschlagen und mit Fleischermesser erstochen

Augsburg - Wegen Mordes an einem Arbeitskollegen muss sich ein 34 Jahre alter Mann von Donnerstag (9 Uhr) an vor dem Landgericht Augsburg verantworten.

Der Angeklagte muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Er soll einen Arbeitskollegen brutal ermordet haben.
Der Angeklagte muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Er soll einen Arbeitskollegen brutal ermordet haben.  © Stefan Puchner/dpa

Der Angeklagte soll vor knapp einem Jahr mit einem Hantelgewicht einen 24-Jährigen niedergeschlagen und dann mit einem Fleischmesser auf das Opfer eingestochen haben.

Die beiden polnischen Staatsangehörigen lebten damals auf einem Unternehmensgelände im Augsburger Vorort Neusäß.

Das Motiv des älteren Mannes ist bislang unklar. Laut Anklage sollen die Männer zunächst mehrere Stunden im Wohncontainer des Jüngeren zusammengesessen und Alkohol getrunken haben.

Später in der Nacht soll der Ältere bewaffnet mit einer ein Kilogramm schweren Hantelscheibe zurückgekommen sein und seinen Kollegen von hinten niedergeschlagen haben.

Dann soll der Täter das Opfer brutal umgebracht haben mit einer Vielzahl weiterer Schläge gegen den Kopf, mehreren Stichen in den Oberkörper und einem Schnitt durch den Hals.

Polizeibeamte konnten den Täter kurz danach widerstandslos festnehmen. Der Notarzt konnte für den 24-Jährigen nichts mehr tun. In dem Prozess sollen in den nächsten Wochen zahlreiche Zeugen und Sachverständige aussagen, um die Hintergründe aufzuklären.

Update 10.20 Uhr : Arbeiter gibt vor Gericht Tötung von Kollegen zu

Laut der Anklage soll der Mann seinen Kollegen brutal ermordet haben. (Symbolbild)
Laut der Anklage soll der Mann seinen Kollegen brutal ermordet haben. (Symbolbild)

In einem Mordprozess vor dem Landgericht Augsburg hat ein Elektriker zugegeben, nach einem Zechgelage einen Kollegen getötet zu haben. Der 34-Jährige machte am Donnerstag zu Beginn des Verfahrens aber Erinnerungslücken geltend.

In einer Erklärung, die der Rechtsanwalt des Mannes vortrug, hieß es, dass sich der Angeklagte an das genaue Geschehen jener Nacht vor knapp einem Jahr nicht erinnern könne. Es werde aber nicht bestritten, dass sein Mandant den 24 Jahre alten Kollegen getötet hat. Zuvor sollen die Männer reichlich Alkohol getrunken haben und in Streit geraten sein.

Der 34-Jährige bestätigte die Richtigkeit der Verteidigererklärung, machte darüber hinaus aber keine Angaben.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa


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