Schreie, Tumulte, Rangeleien: Petry-Auftritt drohte zu eskalieren

Vor dem Augsburger Rathaus demonstrierten 2000 Menschen gegen den Auftritt von Petry.
Vor dem Augsburger Rathaus demonstrierten 2000 Menschen gegen den Auftritt von Petry.

Augsburg - Rund 2000 Menschen haben nach Polizeiangaben in Augsburg gegen einen Auftritt von AfD-Chefin Frauke Petry im historischen Rathaus der Stadt demonstriert.

Vor dem Gebäude hielten am Freitagabend viele Teilnehmer einer Mahnwache Schilder hoch mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar", auf einem Transparent stand "Schämen Sie sich, Frau Petry!"

Im Rathaus kam es zu Tumulten. Wie die Süddeutsche berichtet, hatten sich während Petrys Rede etwa 20 Personen von ihren Plätzen erhoben und sich auf die Stühle gestellt. Sie trugen T-Shirts mit Aufschriften wie "Asylant" und "Rassismus hat viele Gesichter...aber alle sind hässlich".

Im Raum entstand große Unruhe, es kam auch zu Handgreiflichkeiten. Einige Zuhörer hatte versucht, die Protestierer vom Stuhl zu zerren. Einer rief: "Linke Zecken raus!"

Als auch noch Trillerpfeifen ertönten, wurden die Protestierer vom Sicherheitsdienst aus dem Saal gebracht. Sie verließen den Raum mit lauten "Antifaschista"-Rufen. Danach setzte Petry ihre Rede fort.

Demonstranten störten die Rede von AfD-Chefin Frauke Petry.
Demonstranten störten die Rede von AfD-Chefin Frauke Petry.

Fotos: dpa, imago


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