Verlagerung nach China? Kuka-Aufsichtsratschef spricht Klartext

Augsburg - Der chinesische Aufsichtsratschef des schwäbischen Roboterbauers Kuka hat sich für den Stammsitz Augsburg ausgesprochen.

Der schwäbische Roboterbauer Kuka ist für die Region von Bedeutung.
Der schwäbische Roboterbauer Kuka ist für die Region von Bedeutung.  © DPA

"Warum sollten wir das Geschäft und Arbeitsplätze von Augsburg aus nach China verlagern, wenn hier in Deutschland wichtige Kunden sitzen? Das würde für uns keinen Sinn machen", sagte Andy Gu der Augsburger Allgemeinen. "Augsburg bleibt das Innovationsherz von Kuka."

Kuka ist 2016 von Investoren übernommen worden und gehört seitdem mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die Geschäftsziele verfehlt.

Der Vorstand hat ein Sparprogramm gestartet, dabei sollen in diesem Jahr auch etwa 350 Vollzeitstellen in Augsburg und somit in Bayern wegfallen.

Aufsichtsratschef Gu vertritt den Haupteigentümer Midea und erwartet, dass Kuka seine momentanen Absatz-Probleme überwindet. "Es gilt, die Autoindustrie weiter zu pflegen, aber auch die Abhängigkeit von der Branche zu reduzieren, indem Kuka neue Wirtschaftszweige erobert", erklärte er.

"Die Chancen liegen hier vor allem auf dem chinesischen Markt, der ja der größte Markt für Robotik und Automation ist", führte Gu gegenüber dem Blatt aus.

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