Weltbild nach Insolvenz: So steht es inzwischen um Versandhändler

Augsburg - Es war ein großer Schock für Mitarbeiter und Kunden: Mehr als vier Jahre nach der Insolvenz sieht sich der Versandhändler Weltbild nun auf einem guten Weg. Die Folgen sind aber spürbar.

Mehr als vier Jahre nach der Insolvenz werden noch Stellen abgebaut. (Archivbild)
Mehr als vier Jahre nach der Insolvenz werden noch Stellen abgebaut. (Archivbild)  © DPA

"Wir sind, was den Jahresüberschuss betrifft, nach der Insolvenz wieder knapp im Plus", sagte Geschäftsführer Christian Sailer (46) gegenüber der Augsburger Allgemeinen: "Die Trendwende ist gelungen. Es geht aufwärts, wir haben die Talsohle durchschritten."

Sailer räumte allerdings auch ein, dass unter dem Strich nach wie vor Stellen abgebaut und zudem Filialen geschlossen würden. Der Anteil des Online-Handels am Jahresumsatz von rund 440 Millionen Euro sei erwartungsgemäß stark gestiegen, sagte Sailer. "Wir steuern auf 80 Prozent zu."

Weltbild wolle seine errungene Position als Nummer zwei im deutschen Online-Buch-Versandhandel hinter dem US-Branchenriesen Amazon ausbauen.

Helfen soll in diesem Zusammenhang die Nicht-Medien-Sparte mit Eigenproduktionen wie besonderen Kerzen oder Grußkarten.

"Wir kriegen die Weltbild-Wende hin", erklärte der Geschäftsführer gegenüber dem Blatt. "Der Umbau- und Konsolidierungs-Prozess ist weit fortgeschritten."

Nach der Insolvenz Anfang 2014 hatte der im Online- und stationären Handel aktive Medienhändler, der früher der katholischen Kirche gehört hatte, viele Läden geschlossen oder verkauft. Inzwischen gehört Weltbild mehrheitlich zur Düsseldorfer Droege Group.

Die Insolvenz von Weltbild vor mehr als vier Jahren war für viele Mitarbeiter ein Schock. (Archivbild)
Die Insolvenz von Weltbild vor mehr als vier Jahren war für viele Mitarbeiter ein Schock. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA


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