Hunderte deutsche Soldaten rücken zu Einsatz nach Afghanistan aus

Augustdorf – Ab November sollen die deutschen Soldaten die Sicherheit der Berater der NATO am Hindukusch garantieren. Auch wenn sie nur im Notfall kämpfen sollen, ist der Einsatz in Afghanistan nach wie vor gefährlich.

230 Soldaten schickt die Augustdorfer Kaserne zum Schutz der NATO.
230 Soldaten schickt die Augustdorfer Kaserne zum Schutz der NATO.  © 123RF

Die sieben Kompanien der Augustdorfer Soldaten werden von Bataillonskommandeur Maik Cohrs (41) geführt und bilden in den beiden nordafghanischen Stützpunkten Mazar-e Sharif und Kunduz das "Force Protection Bataillon", wie die Attentat auf das Deutsche Konsulat 2016 führte den Augustdorfern die reale Bedrohung in Afghanistan vor Augen.

Der Einsatz der NATO solle verhindern, dass das Land wieder zusammenbreche und Terroristen einen Rückzugsort für Anschlags-Planungen, wie vor dem Attentat am 11. September 2001, biete.

10.11.2016: Taliban greifen Deutsches Konsulat in Afghanistan an

Masar-i-Sharif - Auf das deutsche Generalkonsulat in der nordafghanischen Stadt Masar-i-Sharif ist ein Anschlag verübt worden. Die radikalislamischen Taliban zündeten eine Autobombe vor dem Gebäude.

Medien berichten von einer gewaltigen Explosion. Nach ersten Meldungen wurde ein mit Sprengstoff beladenes Auto an der Mauer des Konsulats abgestellt und zur Explosion gebracht. Danach sollen Schüsse gefallen. Mindestens zwei Menschen sind getötet und 30 verletzt worden.

Auf Twitter haben sich die Taliban zu dem Anschlag bekannt. Er soll eine Racheaktion für einen Bombenangriff auf Kundus sein. Vor einer Woche waren dort bei einem mutmaßlichen Nato-Luftangriff auf radikalislamische Taliban mehr als 30 Zivilisten getötet worden. 19 weitere wurden verletzt.

Der Angriff löste international Kritik aus. Der Tod von Zivilisten sei nicht tragbar und untergrabe die Bemühungen zum Aufbau von Frieden und Stabilität in dem Land, sagte der UN-Beauftragte für Afghanistan, Tadamichi Yamamoto.

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