Hitlergruß gezeigt und "Sieg Heil" gerufen? Ermittlungen gegen SPD-Mitglied

Aurich/Langeoog – Wieder Probleme! Der ostfriesischen SPD steht nach der Affäre um den Landtagsabgeordneten Jochen Beekhuis neuer Ärger ins Haus.

Ein Mitglied der SPD soll wiederholt den Hitlergruß gezeigt haben. (Symbolbild)
Ein Mitglied der SPD soll wiederholt den Hitlergruß gezeigt haben. (Symbolbild)  © Michael Kappeler/dpa

Die Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt gegen ein SPD-Mitglied von der Insel Langeoog wegen des Vorwurfs, den Hitlergruß gezeigt zu haben.

Es laufe ein Verfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, sagte Sprecher Jan Wilken am Mittwoch nach einem entsprechenden Bericht der "Ostfriesen-Zeitung". Der Fall liege seit Juni bei der Staatsanwaltschaft.

Der Zeitung zufolge soll das SPD-Mitglied wiederholt den Hitlergruß gezeigt und "Sieg Heil!" gerufen haben. Auf eine Anfrage der Zeitung am Dienstag habe der SPD-Funktionär nicht reagiert, schreibt das Blatt.

Die Vorsitzende des SPD-Bezirks Weser-Ems, Johanne Modder, verwies auf die Unschuldsvermutung. "Für den Fall, dass sich die Vorwürfe bestätigen, erwarte ich aber, dass der Ortsverein Langeoog aktiv zur Aufklärung beiträgt", sagte sie der Zeitung.

Der Politiker soll dem Bericht zufolge auch in der Affäre um den SPD-Landtagsabgeordneten Beekhuis aufgefallen sein, dem vorgeworfen wird, in privaten Facebook-Chats abfällige Bemerkungen über Frauen, Homosexuelle und dicke Menschen gemacht zu haben.

Seine Anwältin hatte die Vorwürfe, Beekhuis sei frauenfeindlich, homophob und behindertenfeindlich zurückgewiesen.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Aurich. (Symbolbild)
Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Aurich. (Symbolbild)  © Henning Kaiser/dpa

Titelfoto: Fotomontage: Henning Kaiser/dpa, Michael Kappeler/

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