Aus Sorge um Sachsen: Kurt Biedenkopf mischt sich in Wahlkampf ein

Dresden - Die CDU steht unter Druck. Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (89, CDU) wirft sich nun verstärkt ins Gefecht. Im Wahlkampf tritt er bei mehreren Diskussionsrunden auf und unterstützt weitere Abgeordnete. Er habe sich dafür die drei Wochen vor der Wahl freigehalten.

Kämpft für seine CDU: Kurt Biedenkopf (89).
Kämpft für seine CDU: Kurt Biedenkopf (89).  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Nach seinen vernichtenden Äußerungen über die AfD und seine Nachfolger im Amt (TAG24 berichtete) kündigte die CDU nun an, dass "Biko", im Volksmund auch "König Kurt" genannt, gemeinsam mit CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (31) drei Diskussionsrunden bestreitet - die erste am Freitag in Brad Brambach. Bürger sind herzlich willkommen.

Das sei lange geplant, so Biedenkopf. "Es macht Spaß. Ob die Lage entspannt ist oder nicht: Es geht um Sachsens Zukunft", sagte er TAG24. "Aber ich bin nicht gerade fröhlich. Die Lage der CDU ist schwierig genug." Seine Partei muss erstmals darum kämpfen, stärkste Kraft zu werden. "Biko" holte für die CDU noch über 50 Prozent. Sein Lebenswerk sieht er aber nicht bedroht durch die Wahl.

Der frühere Regierungs-Chef sieht einen Aufwärtstrend: "Die CDU hat sich unter der Führung Michael Kretschmers und seiner Truppe erholt und wieder Mut gefasst. Ihre Chancen sind besser geworden. Die Sachsen werden sich überlegen, ob sie eine populistische Partei wählen und die damit verbundenen Risiken eingehen!"

Titelfoto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

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