Ausbau der Citylink-Strecke: Stadt Chemnitz rechnet mit Klagen!

Chemnitz - Noch rollt keine Tram nach Limbach-Oberfrohna. Noch ist kein Meter Gleis ausgerollt. Aber im Rathaus wird schon fleißig an der Citylink-Strecken-Erweiterung gebastelt - nicht ohne Sorgen.

Chemnitz will den Stadtring schließen. Schon früher fuhren Straßenbahnen in der Theaterstraße.
Chemnitz will den Stadtring schließen. Schon früher fuhren Straßenbahnen in der Theaterstraße.  © Uwe Meinhold

15 Kilometer Gleis und jede Menge Ärger: "Die Planungen für Stufe 4 des Chemnitzer Modells beginnen", so Baubürgermeister Michael Stötzer (45, Grüne). Limbach-Oberfrohna soll einen Tram-Anschluss erhalten. Wann, ist offen.

"Es gibt viele Betroffene", sagt der Bürgermeister. Soll heißen: Es kann Einsprüche und Klagen von Anwohnern geben, mit denen die Stadt rechnen muss.

Die Gleise sollen aus der City über die Leipziger Straße führen. Auch dort wie an Theater-, Brücken- oder Hartmannstraße gibt es Anlieger, denen eine Tram vor der Nase nicht gefallen könnte.

Auch der Stadtteil Röhrsdorf mit seinem "Röhrsdorf Center" wird profitieren. Aber: "Röhrsdorf ist durch den Bau der A 72 bereits in seiner Naherholungsqualität stark eingeschränkt", heißt es aus dem Ortschaftsrat.

2020 will die Stadt die Planungen fertig haben. Dann beginnt die Anhörung.

"Wann Baustart ist, kann man beim besten Willen nicht vorhersagen", so Stötzer. Die Zenti wird dem steigenden Bus- und Tramverkehr auch bald nicht mehr gewachsen sein. Daher soll ein Innenstadtring mit zahlreichen Haltestellen entstehen. Dazu müssen Brücken- und Theaterstraße komplett umgekrempelt werden.

Bald sollen die Citylinks bis Limbach-Oberfrohna rollen.
Bald sollen die Citylinks bis Limbach-Oberfrohna rollen.  © Uwe Meinhold
Baubürgermeister Michael Stötzer (45, Grüne) bastelt an den Plänen für die nächste Stufe des Chemnitzer Modells.
Baubürgermeister Michael Stötzer (45, Grüne) bastelt an den Plänen für die nächste Stufe des Chemnitzer Modells.  © Maik Börner