Nach 15 Jahren: Was passiert mit dem geplanten Autobahn-Zubringer Magdeburger Straße?

Dresden - Noch immer liegt in den Rathaus-Schubladen ein Uralt-Plan, die Magdeburger Straße zwischen Bremer Straße und Weißeritzstraße zum vierspurigen Autobahn-Zubringer auszubauen. Die Grünen wollen die Karteileiche jetzt beerdigen.

Statt vierspurigem Zubringer ist die "Magdeburger" heute eine schöne Allee - und so soll's auch bleiben.
Statt vierspurigem Zubringer ist die "Magdeburger" heute eine schöne Allee - und so soll's auch bleiben.  © Thomas Türpe

Vor exakt 15 Jahren tobte der Konflikt im Stadtrat. Eva Jähnigen (53, Grüne), jetzt Umweltbürgermeisterin, bezeichnete die von der CDU gewollten Ausbaupläne damals unter wütendem Protest als konservative "Selbstbefriedigung".

Grundlage der Ausbau-Pläne war die Annahme, der Verkehr würde von 13.600 Autos pro Tag auf 35.000 Kfz im Jahr 2015 ansteigen. Tatsächlich fahren momentan etwa so viele Autos über die Trasse wie vor 15 Jahren.

"Noch immer sind die Pläne Planungsgrundlage. Doch mittlerweile ist eine neue Allee gewachsen, Wohnungen wurden gebaut, ein Sportpark ist entstanden. Eine vierspurige Straße mit Mittelallee hätte nicht einmal mehr Platz", so Johannes Lichdi (55, Grüne).

Obendrein würde die Kreuzung zur Weißeritzstraße siebenspurig ausgebaut.

Per Ratsbeschluss sollen die Pläne nun aufgehoben werden. Stattdessen würde (irgendwann) im Bestand saniert. Zudem sollen Radwege und sichere Fußwege entstehen.

Titelfoto: Thomas Türpe

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