Auschwitz-Karikatur sorgt für Entsetzen: Das ist auf dem Bild zu sehen

Rom (Italien) - Weil er das Konzentrationslager in Auschwitz mit der EU verglichen hat, ist ein italienischer Karikaturist in die Kritik geraten.

Am 6. Dezember besuchte Kanzlerin Merkel (65, CDU) die Gedenkstätte Auschwitz.
Am 6. Dezember besuchte Kanzlerin Merkel (65, CDU) die Gedenkstätte Auschwitz.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Mario Improta hatte eine Zeichnung zum Brexit veröffentlicht: Darauf ist augenscheinlich Premier Boris Johnson (55) zu sehen, wie er jubelnd aus dem Vernichtungslager mit der Tür-Inschrift "Europäische Union" (statt "Arbeit macht frei") flieht.

Die Worte "Arbeit macht frei" seien der Inbegriff für den menschlichen Hass, twitterte die Gedenkstätte Auschwitz am Montag.

Es sei schmerzlich für die Opfer, wenn "dieses Symbol instrumentalisiert und auf beschämende Weise missbraucht wird". In dem Lager ermordeten die Nazis mehr als eine Million Menschen.

Improta arbeitete unter anderem für die Stadt Rom als Karikaturist. Bürgermeisterin Virginia Raggi habe nach dem Vorfall die Zusammenarbeit mit ihm aufgekündigt, berichteten italienische Medien.

Improta schrieb dazu, er wolle keine weiteren Umstände machen und habe sich dazu entschlossen, nicht mehr mit der Kommune zusammenzuarbeiten.

Karikatur wurde auch auf Twitter verbreitet

Geht diese Karikatur zu weit?
Geht diese Karikatur zu weit?  © Twitter/Screenshot/@marioimprota72

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