So lustig sucht die Polizei ein ausgebüxtes Reh

Freiburg - Die Polizei Freiburg hat es mit einem außergewöhnlichen Fall zu tun: Ein Reh wird seit dem 6. Dezember immer wieder in der Stadt gesichtet.

Das Reh wird immer wieder gesichtet und verschwindet dann wieder. (Symbolbild)
Das Reh wird immer wieder gesichtet und verschwindet dann wieder. (Symbolbild)  © 123RF

Kurz nach 8 Uhr wurde das Wildtier der Polizei am Nikolaustag das erste Mal gemeldet. Es soll sich in einem umzäunten Gelände auf dem Messegelände an der Madison-Allee verirrt haben.

Als die Polizei eintraf, war das Tier verschwunden. "Falls es ein normales Reh war, hatte es vermutlich ein Loch nach draußen gefunden. Falls es doch ein Rentier mit roter Nase gewesen sein sollte, dürfte es einfach abgehoben haben und in elegantem Fluge dem Schlitten des Weihnachtsmannes gefolgt sein", witzelte die Polizei in einer Pressemitteilung.

Doch es handelte sich tatsächlich um ein Reh, denn ungefähr alle zwei Tage wurde das Wildtier in Wohngebieten und Universitätsbereichen zwischen der Messe Freiburg und Freiburg-Herdern wieder gesichtet.

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In den letzten Tagen sahen Polizisten das Tier, konnten es aber nicht einfangen. Gegen 2 Uhr am Sonntag schlenderte es im Institutsviertel in Freiburg-Neuburg herum, gegen 4.30 Uhr entdeckten es Sicherheitsleute auf dem Weg zum Freiburger Weihnachtsmarkt im Innenhof des Rathauses. "Vermutlich um sich über die Sperrzeit zu beschweren, da alle Stände des Marktes noch geschlossen waren", schreibt die Polizei.

Auch das Rätsel um den Namen löste die Polizei - zumindest teilweise. Das Reh gab demnach "bei einer ersten Vernehmung seine Personalien preis: Aus datenschutzrechtlichen Gründen soll hier lediglich verraten werden, dass der Vorname nicht Rudolph lautete", scherzten die Beamten.

Gerade war der zuständige Mitarbeiter des Forstamtes unterwegs, um das Wildtier einzufangen und wieder zurück in seine gewohnte Umgebung zu bringen, da war das Reh wieder verschwunden...

Das Reh "stellte sich" den Polizisten am Sonntagmorgen.
Das Reh "stellte sich" den Polizisten am Sonntagmorgen.  © DPA

Titelfoto: 123RF

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