Nach ausländerfeindlicher Attacke in Rostock: Verdächtige auf freiem Fuß

Rostock - Zwei Männer aus Rostock, die in der Nacht zu Mittwoch einen Syrer mit einem Messer und einem Fahrradschloss angegriffen und schwer verletzt haben sollen, bleiben vorerst auf freiem Fuß.

Einer der Verdächtigen mit der unbekannten weiblichen Begleitung.
Einer der Verdächtigen mit der unbekannten weiblichen Begleitung.  © Polizei Rostock

Entgegen früheren Informationen der Polizei vom Donnerstag sei kein Haftbefehl gegen die 28 und 39 Jahre alten Männer beantragt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock.

Gegen sie werde aber wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Gemeinsam mit einer Frau soll das Trio den bisherigen Ermittlungen zufolge in einem S-Bahn-Tunnel zunächst ausländerfeindliche Parolen gerufen haben. Als ein 21-jähriger Syrer sie daraufhin zu Rede stellen wollte, sei er zunächst geschlagen und von dem 39-jährigen Hauptverdächtigen schließlich mit einem Messer angegriffen worden.

Dabei wurde der 21-jährige Syrer schwer an Thorax und Lunge verletzt, hieß es. Auch der 28-jährige Verdächtige habe ihn geschlagen und zudem versucht, seinen Hund auf ihn zu hetzen. Anschließend seien die Verdächtigen mit der Frau geflohen. Die Öffentlichkeitsfahndung hatte bereits nach kurzer Zeit zum Erfolg geführt.

Am Nachmittag veröffentlichte die Polizei mehrere Fotos einer Überwachungskamera, auf der die drei Verdächtigen mit ihren Hunden zu sehen waren. Wie TAG24 berichtete, meldeten sich die verdächtigten Männer noch am Abend bei der Polizei Rostock und gaben an, die Personen auf den Fotos zu sein.

Es war der zweite schwere Übergriff auf einen Syrer in Rostock innerhalb weniger Tage. Am Samstagabend war ein syrischer Mann in einer Straßenbahn von zwei Tätern mit einem Elektroschocker angegriffen und am Kopf verletzt worden (TAG24 berichtete).


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