Immer mehr ausländische Ehepaare stellen Standesbeamte vor Herausforderungen

Immer häufiger leben in Thüringen Ehepaare, welche sich in einem anderen Land das Eheversprechen gaben (Symbolbild).
Immer häufiger leben in Thüringen Ehepaare, welche sich in einem anderen Land das Eheversprechen gaben (Symbolbild).  © dpa (Symbolbild)

Gera - Im Freistaat sind Eheschließungen zwischen Deutschen und ausländischen Mitbürgern nichts Besonderes.

Mittlerweile steige allerdings auch die Zahl der Menschen, die, hier lebend, in einem anderen Land den Bund der Ehe geschlossen haben.

Laut dem Statistischen Bundesamt wohnten 2016 ca. 30.200 verheiratete Frauen und Männer in Thüringen, welche sich einst im Ausland das "Ja-Wort" gaben. Dies seien rund 10.000 Personen mehr als noch in 2014. Gerade der Flüchtlingsstrom der vergangenen Jahre ließ die Zahl steigen.

Zu dieser Erkenntnis gelangt auch der Fachverband für Standesbeamtinnen und Standesbeamten, welcher am Freitag in Gera tagt. Zu den damit verbundenen, neuen Herausforderungen gehören u.a. die Prüfung der Wirksamkeit ausländischer Eheschließungen sowie das Familienrecht muslimischer Länder in Bezug auf die deutschen Gesetze.

In Thüringen selber schlossen 2015 nach jüngsten Zahlen 9734 Paare den Bund fürs Leben.

Davon heirateten bei 292 Ehen ein deutscher Mann eine Frau aus dem Ausland. Wiederum 153 deutsche Frauen sagten "Ja" zu ausländischen Männern. Bei 48 Paaren stammten beide Eheleute aus dem Ausland.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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