Auslieferung steht bevor: Russe (18) soll Mord an Schlossherrin begangen haben

Der Ehemann der ermordeten Schlossherrin hat Flyer (siehe Bild) um ihren letzten bekannten Aufenthaltsort aufgehängt.
Der Ehemann der ermordeten Schlossherrin hat Flyer (siehe Bild) um ihren letzten bekannten Aufenthaltsort aufgehängt.  © Morris Pudwell

Berlin - Nach dem gewaltsamen Tod der Berlinerin Susanne F. im Berliner Tiergarten soll der in Polen gefasste 18-Jährige an Deutschland ausgeliefert werden.

Die Staatsanwaltschaft betreibe die Überstellung des russischen Staatsangehörigen nach Deutschland, sagte Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag in der RBB-Abendschau. Es sei "ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen [...] an die polnischen Behörden gegangen, der Verdächtige befindet sich im Auslieferungsgewahrsam", so Steltner zur B.Z..

Die Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden sei bislang "hervorragend", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen sei jedoch allein diesen vorbehalten, betonte Steltner.

Passanten hatten vor gut einer Woche die Leiche der 60-Jährigen in der Nähe des Berliner Zoos in einem Gebüsch am Schleusenweg gefunden (TAG24 berichtete). Die Frau aus Charlottenburg war zuvor mit Freundinnen in einem beliebten Lokal im Tiergarten gewesen und von dort allein zu Fuß in Richtung Hardenbergplatz aufgebrochen. Zu Hause kam sie nicht an. Die Polizei gab eine Vermisstenmeldung heraus.

Eine Obduktion ergab, dass die Frau Opfer einer Gewalttat wurde. Laut B.Z. gehen die Ermittler von einem Raub als Motiv aus. Ein Sexualdelikt konnte indes von der Staatsanwaltschaft ausgeschlossen werden.

Titelfoto: Morris Pudwell


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