6000 Ausreisepflichtige in Köln: 2000 davon kamen im Herbst zum "Überwintern"

Köln - In Köln lebten Ende 2018 insgesamt 6000 ausreisepflichtige Menschen, die sich verbotenerweise in Deutschland aufhielten. Unter ihnen befinden sich auch etwa 2000 Menschen aus dem Westbalkan, die offenbar ohne Aufenthaltsgenehmigung bewusst in Köln "überwintern" wollen.

Die Zahlen für die ausreisepflichtigen Kölner wurden jetzt veröffentlicht. (Symbolbild)
Die Zahlen für die ausreisepflichtigen Kölner wurden jetzt veröffentlicht. (Symbolbild)  © DPA

Die aktuellen Zahlen stammen aus dem "Bericht über die Entwicklung von Ausreisen und Abschiebungen ausreisepflichtiger Personen", den die Stadt Köln jetzt veröffentlichte.

So lebten zum Stichtag am 31. Dezember 2018 insgesamt 227.000 Menschen ohne deutschen Pass in Köln. 82.000 davon stammen aus der Europäischen Union, 145.000 Menschen aus Nicht-EU-Ländern.

Bei den verbleibenden 21.000 Menschen ist der Status nicht geklärt und ihre Aufenthaltsstatus wurde geprüft. Beispielsweise durchliefen zum genannten Stichtag 3600 Menschen ein Asylverfahren.

Insgesamt lebten Ende 2018 somit 6000 Menschen in Köln, die zur Ausreise verpflichtet waren. Zur Einordnung: In Köln lebten Ende 2017 übrigens 1.084.795 Menschen.

Laut Stadt Köln ist seit Oktober 2018 auch das "Phänomen der unerlaubten Einreise von Menschen aus den Westbalkanstaaten in den Wintermonaten wieder verstärkt festzustellen."

So kamen im gesamten Jahr 2018 rund 3200 Menschen aus dem Westbalkan, allein 2000 Menschen von Oktober bis Dezember.

Abschiebungen von Straftätern

Insgesamt wurden 2018 exakt 228 Menschen in ihre Heimatländer abgeschoben, so die Stadt Köln in dem Bericht.

Darunter befanden sich 55 verurteilte Straftäter und drei als Gefährder eingestufte Personen.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0