Clueso empört über Geschehen in Chemnitz

Berlin/Chemnitz - Der Musiker Clueso zeigt sich erschrocken und empört über die Ausschreitungen in Chemnitz.

Sänger Clueso (38) will, das Geschehen in Chemnitz nicht einfach so hinnehmen.
Sänger Clueso (38) will, das Geschehen in Chemnitz nicht einfach so hinnehmen.  © DPA / Bildmontage

"Ich wünsche mir, dass wir alle wieder zusammenfinden, auf einen Grundkonsens kommen, zu einer Haltung, einem gemeinsamen Verständnis, das uns alle, die wir hier leben, verbindet", sagte der 38-Jährige in einem Interview der "Welt am Sonntag".

"Aber jetzt und hier müssen wir klare Grenzen ziehen und "Nein" sagen zu Rassismus und Gewalt." Demokratie sei auch Arbeit, "viel Arbeit an etwas, das immens wichtig ist und uns alle zusammenhält".

Unter dem Motto "Wir sind mehr" steigt am Montag ein Gratis-Konzert gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt in Chemnitz.

Mit Blick auf die Proteste in Chemnitz sagte der Erfurter: "Einen Teil derjenigen, die dort unterwegs waren, werden wir nur schwer überzeugen können, und womöglich nicht zurückholen, viele andere aber schon. Wir sollten darum kämpfen."

Am 26. August war ein 35-jähriger Deutscher bei einer Messerattacke in Chemnitz getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft.


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