3400 Rechtsextremisten allein in NRW: Plakate für Aussteiger sollen helfen

Düsseldorf / Dortmund - Der Verfassungsschutz in NRW wirbt jetzt mit neuen Plakaten für ein Aussteigerprogramm für Rechtsextreme in NRW. Das Angebot richtet sich an radikale Rechtsextreme, die aus der Szene heraus wollen. Sie erhalten Hilfe.

Der NRW-Innenminister Herbert Reul klebte das erste Plakat selbst auf.
Der NRW-Innenminister Herbert Reul klebte das erste Plakat selbst auf.  © Innenministerium NRW

Als Ort für die ersten Plakate wurde Dortmund-Dorstfeld gewählt.

Nicht ohne Grund: Der Stadtteil gilt laut Verfassungsschutz NRW als eine der Hochburgen der rechtsextremen Szene in Nordrhein-Westfalen.

„Wir kleben die Plakate ganz bewusst da, wo unsere Zielgruppe ist“, sagte Minister Reul bei der Plakatpräsentation am vergangen Freitag in Dortmund-Dorstfeld.

„Wir verbinden damit gleich zwei Botschaften: Zum einen wollen wir die gesamte Gesellschaft für die Gefahren des Extremismus sensibilisieren. Zum anderen wollen wir die Betroffenen auf die Möglichkeiten zum Ausstieg hinweisen.“

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NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).  © DPA

Das Aussteigerprogramm „Spurwechsel“ richtet sich an Personen, die bereits fest in der rechtsextremistischen Szene verankert sind.

In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Zählung des Verfassungsschutzes fast 3.400 Rechtsextremisten.

In dem Programm sollen die potenziellen Aussteiger ein Beratungs- und Unterstützungsangebot erhalten.

Hilfe gibt's telefonisch unter: 0211 8371001. Das Land NRW hat auch ein Hilfsangebot für radikale Linksextreme, die aus den Strukturen ihrer Szene heraus wollen.

Titelfoto: Innenministerium NRW


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