Dieses Foto ist schön, doch schockierend zugleich

Euroa (Australien) - Es schaut aus wie eine aufwendige Illumination oder eine osteuropäische Pyroshow. Doch der Grund, warum dieser Berg die Nacht hell erleuchtet, ist ein ganz anderer.

Der Balmattum Hill in Australien.
Der Balmattum Hill in Australien.  © Screenshot/Facebook/Melissa Ericksen

Diese Fotografie könnte zu einem der Symbolbilder für die Katastrophe werden, die dem australischen Kontinent im Moment widerfährt.

Was im ersten Augenblick beeindruckend aussieht und an eine gigantische Pyroshow erinnert, ist auf den zweiten Blick ein in Flammen stehender Berg.

Während die Straße völlig unberührt in der Dunkelheit liegt, fressen sich im Hintergrund die Buschfeuer weiter unaufhörlich durch Australien.

Dabei machen sie auch nicht vor der Vegetation auf dem Balmattum Hill in Euroa (Bundesstaat Victoria) halt.

Gegenüber news.com.au sagt Fotografin Melissa Ericksen, die das Bild am Samstag auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte:

"Ich habe das Bild um 21.45 Uhr gemacht, nachdem starker Wind aufgekommen ist. Balmattum Hill ist ein Ort, den ich mein ganzes Leben lang besucht habe und der in der Dunkelheit mit Lava bedeckt zu sein scheint."

Und dann spricht sie aus, was wohl alle Bewohner denken: "Das Foto ist schön und doch erschreckend."

Rettungskräfte im Dauereinsatz

3000 Reservisten des Militärs werden im Kampf gegen die Brände und deren Folgen eingesetzt.
3000 Reservisten des Militärs werden im Kampf gegen die Brände und deren Folgen eingesetzt.  © David Mariuz/AAP/dpa

Mehr als 40 Feuerwehrautos, drei Flugzeuge und drei Hubschrauber waren im Einsatz, um den Brand in den Griff zu bekommen:

"Unserer Rettungsdienst hat unglaubliche Arbeit geleistet, um das Feuer einzudämmen und den Verlust von Häusern zu verhindern. Balmattum Hill leuchtet heute Nacht wirklich, allerdings nicht so hell wir unsere unglaublichen und selbstlosen Rettungskräfte."

Die verheerenden Feuer haben in den letzten Wochen und Monaten mehr als 20 Menschen und wohl Abermillionen Tieren das Leben gekostet, so der Mirror.

Schockierende Bilder von verbrannten Kängurus und verdurstenden Koalabären gehen um die Welt (TAG24 berichtete).

Um die rund 200 Brände und deren Folgen in den Griff zu bekommen, hat Premierminister Scott Morrison jetzt auch 3000 Reservisten der Armee einbestellt.

Doch schon jetzt sind laut Deutscher Presse-Agentur etwa sieben Millionen Hektar verbrannt, ungefähr ein Fünftel der Fläche Deutschlands.

Mit einem Ende der Katastrophe ist frühstens in ein paar Monaten zu rechnen.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Melissa Ericksen


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