Mit diesem Video warnt eine Mutter alle Eltern vor einer großen Gefahr

Sherrie Judd will mit dem Video anderen Eltern auf die Krankheit hinweisen, Aufklärung betreiben.
Sherrie Judd will mit dem Video anderen Eltern auf die Krankheit hinweisen, Aufklärung betreiben.

Australien - Das kleine Mädchen presst die rüttelnden Hände zusammen, bewegt sie leicht. Die kleine Adalind gluckst nicht etwa vor Freude oder macht bewusste Bewegungen, sie erleidet genau in diesem Moment einen epileptischen Anfall und das im Alter von eineinhalb Jahren.

Im Januar hatte das kleine Mädchen ihren ersten "Krampf". Die Familie war da gerade im Urlaub auf der Halbinsel Mornington: "Ihre Augen rollten ein bisschen auf und ab, für 20 Sekunden war alles normal, dann ging es wieder los", beschreibt ihre Mama Sherrie Judd.

Sie hat ein Video auf Facebook hochgeladen, in dem mehrere Kinder verschiedenen Alters zu sehen sind, die gerade einen epileptischen Anfall haben. Sie will Eltern damit auf die Krankheit aufmerksam machen, denn viele wissen gar nicht, was in solchen Momenten mir ihrem Kind passiert.

Als Sherrie und ihr Mann im Urlaub ihre Tochter ansahen und sich nicht erklären konnten, was vor sich ging, ließen sie die Kleine sofort ins Krankenhaus einweisen. "Zu unserem Glück sind wir an eine Krankenschwester geraten, die schon Erfahrung mit Kinder-Epilepsie hatte. Das ist sehr ungewöhnlich", weiß Sherrie.

Im Video sind Babys zu sehen, die diese Spasmen, einer Form von Epilepsie, erleiden.
Im Video sind Babys zu sehen, die diese Spasmen, einer Form von Epilepsie, erleiden.

Sie schickte Adalind zu einer genaueren Untersuchung, bei einem Herzscan wurde festgestellt, dass sie eine abnormale Herzfrequenz hatte. Dies ist eines der Anzeichen des Wets-Syndroms, einer Form von Epilepsie. Die Kinderspasmen sind eine Form der Epilepsie, die in neun von zehn Fällen bei Säuglingen vor dem ersten Lebensjahr diagnostiziert wird.

In frühen Stadien der Krankheit ist es schwer, dies zu erkennen, denn die Anfälle sind meist extrem kurz. Aufgrund der unterschiedlichen Symptome und der Art des Babygeschreis kann es auch für eine normale Kolik gehalten werden, wie die Sun berichtet.

Ein Säugling, den ein solcher Anfall ereilt, beugt sich meist nach vorn, die Arme strecken sich fast automatisch zur Seite. Meist folgt ein Krampf auf den anderen, sie dauern nur kurze Sekunden an. Die Gefahr besteht darin, nicht zu erkennen, dass es sich um diese Spasmen als Art einer Epilepsie handelt.

Adalind erleidet zwei bis vier Anfälle pro Tag, sie bekommt Medikamente, um die Herzfrequenz zu kontrollieren. Sharrie hat in Übereinstimmung mit den anderen Eltern der Kinder das Video gepostet, damit Eltern auf die Krankheit aufmerksam werden und handeln können.

"Oft sind die Anfälle so subtil, dass sich die Eltern zwar Sorgen, aber nicht genug Sorgen machen und der Ursache nicht auf den Grund gehen", so Sharrie, die hofft, genügend Aufklärung zu betreiben.


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