Lebenslang nach dem Mord an ihrem Baby: Das Motiv der Mutter macht fassungslos!

Perth - Die damals 18-jährige Cassandra Rose Doohan, tötete ihr vier Monate altes Baby. Nun wurde sie zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, während die Hintergründe äußerst traurig erscheinen.

In dieses Krankenhaus wurde die kleine Anastasia eingeliefert.
In dieses Krankenhaus wurde die kleine Anastasia eingeliefert.  © Screenshot/Twitter Nicoals Hart

Der Vater des kleinen Mädchens fand den nach eigener Aussage "schlaffen" Körper seiner Tochter in ihrem Kinderbett auf, nachdem er aus der Dusche kam. Anastasia erlitt durch das Schütteln ihrer Mutter so schlimme Kopf- und Nackenverletzungen, dass sie zwei Tage später im Princess Margaret Krankenhaus in Perth verstarb.

Das Mädchen wurde nur vier Monate alt. Das Gericht sprach nun eine lebenslange Freiheitsstrafe für die inzwischen 20-Jährige aus. Jedoch hat sie nach dreizehn Jahren zumindest eine theoretische Chance, die Reststrafe unter Bewährung verbüßen zu dürfen.

Die Frau bekannte sich ursprünglich nicht des Mordes an ihrer Tochter schuldig, räumte die Tat aber wenig später ein.Richter Anthony Derrick erkannte jedoch an, dass die Frau keine Tötungsabsicht gehabt habe, sondern lediglich vorhatte, dem Kind Schmerzen zuzuführen und sie Körperverletzungen in Kauf genommen habe, die unter Umständen zum Tod der kleinen Anastasia führen könnten.

Cassandra Doohan habe darüber hinaus ihre Mutterpflichten verletzt, erhebliche Gewalt gegenüber des Säuglings angewendet und etwaige Hilfemaßnahmen erst dann eingeleitet, als der Vater des Kindes mitbekommen hat, was geschehen sei.

Mutter baut nach eigener Horror-Kindheit eine Scheinwelt auf

Anastasia wurde nur vier Monate alt. Dieses Jahr hätte sie ihren zweiten Geburtstag gefeiert.
Anastasia wurde nur vier Monate alt. Dieses Jahr hätte sie ihren zweiten Geburtstag gefeiert.  © Screenshot/Twitter Breaking News Perth

Das Gericht wertete als mildernde Umstände, dass Cassandras Vater mit starken Stimmungsschwankungen, sowie Panikattacken und Depressionen zu kämpfen hatte und Cassandra in ihrer eigenen Kindheit massiv unter ihrem Vater litt.

Die Verteidigung brachte zudem an, dass Cassandras Vater ein "sadistsiches Drogenproblem" gehabt habe, seine Tochter im Zuge dessen über Jahre hinweg mehrfach und brutalst körperlich misshandelt haben soll.

Cassandras Kinderwunsch sei lediglich dahergerührt, um sich eine eigene heile Welt aufzubauen.

Doch die Realität habe sie irgendwann eingeholt und die junge Mutter war mit der Situation und ihren neuen Pflichten gänzlich überfordert. Das Gericht ließ diese Umstände in sein Urteil mit einfließen, sprach davon, dass sie emotional unreif sei und zudem eine Persönlichkeitsstörung aufweise.

Weiterhin scheint Cassandra wohl nie eine emotionale Bindung zu ihrem Kind aufgebaut zu haben. Als sie merkte, dass ihre Welt bröckelte, reagierte sie demnach frustriert und kaltblütig. Sie tötete das Kind, weil ihre "Phantasie" einer Mutterschaft nicht den realen Umständen entsprach, so der Richter.

Aus diesem Grund, sei eine lebenslange Haftstrafe nicht ungerecht, wenngleich man sich mit der Möglichkeit einer Bewährung, nach Ablauf der ersten dreizehn Jahre, ein Hintertürchen zur möglichen Wiedereingliederung der Frau offen hält.

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