Igitt! Australier wollen Wurst aus diesen Viechern machen

Die Aga-Kröten haben Giftdrüsen auf der Haut. Wer sie isst, stirbt meist.
Die Aga-Kröten haben Giftdrüsen auf der Haut. Wer sie isst, stirbt meist.

Sidney - Was so alles in der Pelle steckt, wollen wir oft nicht wissen. Doch in Australien wird jetzt ganz offiziell Wurst aus Kröten gemacht. Verarbeitet werden die verhassten Aga-Kröten. Damit sollen wilde Tiere geschützt werden. Wie jetzt?

Wie der Stern berichtet, bedroht die giftige Kröte die heimische Flora und Fauna. Denn Schlangen, Vögel, Reptilien und Säugetiere machen sich gerne über den schleimigen Inselbewohner her. Doch wie die Universität von Sidney jetzt belegt, starben 95 Prozent der Beutelmarder und Warane, nachdem sich die Aga-Kröte in deren Lebensraum angesiedelt hatte.

Denn auf der Haut der Kröte befinden sich Giftdrüsen. Mittlerweile 200 Millionen Exemplare leben derzeit in Australien. 

Natürlich kommt die Krötenwurst nicht in den Supermarkt. Anwohner wurden lediglich dazu aufgerufen, die lästigen Viecher einzusammeln und abzuliefern.

Nachdem die Tiere durch den Fleischwolf gedreht wurden, wird ihnen noch ein Salz beigemischt, dass bei den tierischen Wurstfans Übelkeit verursacht. Weil das Produkt nach Aga-Kröte riecht, lernen die anderen Lebewesen so, sich von den Kröten fernzuhalten.

Die ersten "Produkttests" waren schon mal erfolgreich: Nach dem Verzehr hielten sich 70% der Tiere fern von dem giftigen Leckerbissen.

Wissenschaftler hatten die Krötenart vor über 80 Jahren nach Australien geschleppt, weil die Tiere Zuckerrohrplantagen von lästigen Kafern befreien sollte. Ein großer Fehler, der nun verheerende Ausmaße angenommen hat.

Nun hoffen Wildhüter und Forscher, dass die ungewöhnliche Wurstspezialität die heimischen Tiere vor einem grausamen Tod durch die Aga-Kröten bewahrt.