Vegane Braut lädt ihre Familie aus, weil sie "fleischfressende Mörder" sind

Australien - Wer vegan lebt, ist oft bekennender Tierschützer und möchte auch andere davon überzeugen, auf Fleisch zu verzichten. Eine Frau aus Australien nahm das nun aber wohl einen Tick zu ernst.

Eine Australien duldet keine Fleischesser auf ihrer Hochzeit. (Symbolbild)
Eine Australien duldet keine Fleischesser auf ihrer Hochzeit. (Symbolbild)  © 123RF

Sie hatte Familienmitglieder und Freunde von ihrer Hochzeit ausgeladen, weil diese Fleisch essen, und sie als Mörder bezeichnet. Wie die "Sun" berichtet, habe die nicht näher benannte Braut ihre Geschichte auf Facebook in einer Gruppe für Veganer geteilt.

"Wenn deine 'Familie' versucht, dir Schuldgefühle einzureden, damit sie zu deiner voll veganen Hochzeit kommen, obwohl sie Allesfresser sind", soll sie dort geschrieben haben. "Einigen Angehörigen haben wir gesagt, dass sie nicht zu meiner Hochzeit eingeladen sind, weil wir keine Mörder aufnehmen wollen."

Ob man mit derart krassen Worten seine eigene Familie von der Hochzeit ausschließen sollte? Viele Mitglieder der veganen Facebook-Gruppe haben dazu eine klare Meinung: Sie finden, die Braut geht damit eindeutig zu weit. Viele äußern sich schockiert über die Aktion.

"Ich verstehe es völlig, ausschließlich vegane Speisen zu servieren, das macht Sinn. Aber Menschen zu verbannen und sie Mörder zu nennen, ist einfach lächerlich", zitiert die "Sun" einen User. "Das ist wirklich daneben."

Wer Fleisch isst, kommt hier nicht rein, lautet das Motto hier. (Symbolbild)
Wer Fleisch isst, kommt hier nicht rein, lautet das Motto hier. (Symbolbild)  © 123RF

Überrascht von den vielen negativen Reaktionen versuchte die Braut, sich zu rechtfertigen, doch der Shitstorm hörte nicht auf. "Sie haben mich und meinen Partner ständig angegriffen, nur weil sie Veganer sind", verriet sie. Verstehen konnte die Frau die Attacken nicht.

"Ich wurde angegriffen, weil ich nicht will, dass Menschen, die noch immer Tiere (die Wesen, die wir zu beschützen versuchen) töten, bei meiner Hochzeit und auf meinem Gewissen sitzen. Es tut mir leid, wenn mich das unhöflich oder zu einer B**ch macht, weil ich die Ethik, die ich mit allen hier teile, nicht gefährde."

Die Australierin sieht sich also im Recht. Wie sehr das ihre Familie schmerzt, scheint sie nicht zu sehen. Denn in den sozialen Medien tauchte auch die Stimme einer Frau auf, von der angenommen wird, dass sie eine Verwandte der Braut ist und zu jenen gehört, die von der Gästeliste flogen.

"Ich wurde gerade von einer Hochzeit ausgeladen, für die ich als Brautjungfer bestimmt war, weil ich kein Veganer bin", schrieb die Unbekannte. "Um die Sache noch schlimmer zu machen, dieses Mädchen ist FAMILIE, mit der ich mein ganzes Leben aufgewachsen bin." Ob das die Braut umdenken lässt?

Ein User hätte da einen Vorschlag: ein veganes Buffet. "Wäre das als Veganer nicht eine gute Gelegenheit zu beweisen, dass veganes Essen genauso lecker sein kann wie alles andere?" Da ist was Wahres dran.


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