Spektakulär! Höchste Klatsche der Geschichte für Rapid: Austria mit Kantersieg!

Wien - Das gab es noch nie! Im 328. Wiener Derby zwischen dem FK Austria Wien und dem SK Rapid Wien gewannen die "Veilchen" mit 6:1 (4:1)!

Die Spieler von Austria Wien durften den höchsten Sieg über Rapid in der jahrzehntelangen Geschichte bejubeln.
Die Spieler von Austria Wien durften den höchsten Sieg über Rapid in der jahrzehntelangen Geschichte bejubeln.  © DPA

Noch nie hatte Austria mit fünf Toren oder mehr gegen Rapid gewinnen können.

Diesmal wurde dieses überraschend deutliche Ergebnis auch von einem Platzverweis gegen Rapids Dejan Ljubicic begünstigt, der wegen einer klaren Notbremse gegen Austria-Stürmer Bright Edomwonyi die Rote Karte sah (33. Minute).

In der kleinen Generali-Arena wurden 16.582 Zuschauer auch deshalb Zeuge eines denkwürdigen Spiels, in dem Christian Schoissengeyr (22.), James Jeggo (35.), Christoph Monschein (36.), der Ex-Stuttgarter Florian Klein (41.), Mateo Barac (57./Eigentor) und Alon Turgeman (79.) für die Gastgeber trafen. Rapids Marvin Potzmann erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (29.).

Dabei begann die Partie ereignisarm, weil beide Mannschaften sich erstmal abtasteten und die Schwächen des Gegners ausloten wollten.

Ein Freistoß sorgte dann jedoch für den Auftakt einer furiosen Phase. Nach Jeggos Flanke köpfte Schoissengeyr die Kugel ein (22.).

Doch Rapid schlug zurück. Einen Pass von Barac unterschätzte Mondschein, sodass Potzmann an das Leder kam, ein paar Meter laufen konnte und mit einem wuchtigen Schuss in die lange Ecke zum Ausgleich traf (29.).

Ein geschichtsträchtiges Ergebnis im Wiener Stadtderby!
Ein geschichtsträchtiges Ergebnis im Wiener Stadtderby!  © DPA

Der Platzverweis veränderte das Gleichgewicht auf dem Spielfeld jedoch nachhaltig.

Rapid wirkte geschockt, während Austria Oberwasser bekam und das schnell auch auf dem Spielberichtsbogen erkennen ließ.

Ein Doppelschlag sorgte dabei schnell für die Vorentscheidung: Nachdem der frühere Herthaner Keeper Richard Strebinger einen Freistoß von Michael Madl noch abwehren konnte, war der Rapid-Keeper beim Nachschuss von Jeggo machtlos (35.).

Nur eine Minute später traf dann Mondschein, nachdem Rapids Kapitän Stefan Schwab ein schwerer Fehler unterlief. Austrias Mittelstürmer konnte durch die gegnerische Hälfte marschieren und sein Solo mit einem wunderschönen Lupfer zum 3:1 vollenden.

Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke traf dann auch noch der ehemalige Deutschland-Legionär Klein mit einem satten Distanzschuss (41.).

Nach der Halbzeitpause spielte Austria die nummerische Überzahl weiter aus, hatte einige gute Gelegenheiten und traf erst durch ein Eigentor von Barac (57.) und schließlich durch den eingewechselten Turgeman, der eine Flanke von Madl einköpfte (78.).

Für die Austria war es nach einem durchwachsenen Herbst ein Befreiungsschlag, für Rapid nach dem Weiterkommen in der Europa League ein herber Rückschlag.

Der Jubel war auch nach der Partie bei den Spielern von Austria Wien groß.
Der Jubel war auch nach der Partie bei den Spielern von Austria Wien groß.  © DPA

Titelfoto: DPA

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