Preisverdächtig: 14-Jährige entwickelt einfache Lösung für Toten Winkel im Auto

Washington (USA) - Eine 14-jährige Schülerin erkannte ein wesentliches Problem in der Automobilindustrie und fand eigenständig eine Lösung dafür.

Der Projektor überträgt das Bild direkt auf die störende Säule.
Der Projektor überträgt das Bild direkt auf die störende Säule.  © Screenshot/YouTube/Paul Gassler

"Es gibt so viele Autounfälle, Verletzungen und Todesfälle, die hätten verhindert werden können, wenn eine Säule nicht da gewesen wäre", so bezeichnet die 14-jährige Alaina Gassler das Problem, das sie schon ewig zu beseitigen versuchte.

Die benannte Säule ist jene, welche die Front des Autos mit dem Dach verbindet. Deshalb ist es nicht möglich, auf dieses Bauteil zu verzichten.

"Da wir es nicht aus Autos herausnehmen können, habe ich beschlossen, es loszuwerden, ohne es loszuwerden", so das junge Mädchen auf einer Preisverleihung in der vergangenen Woche.

Sie entwarf einen Mechanismus, bei dem ein Projektor das Bild einer Webcam, die am Auto angebracht wurde, sofort in das Innere des Fahrzeugs überträgt.

Der Projektor ist dabei so ausgerichtet, dass das Bild auf der Säule wiedergegeben wird. Es ist also so, als könnte man durch sie hindurch sehen. Der tote Winkel ist dadurch beseitigt.

Hoch dotierter Preis für Auto-Projektor

Auf die Idee kam die heute 14-Jährige, weil ihre Mutter sich immer wieder abmühte, den Bereich ordentlich zu überprüfen, bevor sie in eine Kurve fuhr oder den Wagen startete. Lange tüftelte sie an einer Lösung für das Problem.

Dieses dann mit einem kleinen Beamer und einer Webcam anzugehen, ist ein einfacher und effektiver Weg, der ihr nun ein Preisgeld in Höhe von 25.000 US-Dollar (umgerechnet 22.700 Euro) einbrachte.

Denn sie gewann in der vergangenen Woche einen Preis bei dem Broadcom Masters-Wettbewerb der Society for Science in der Kategorie "herausragende Leistung in den MINT-Bereichen". MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Der Preis wird von der Samueli Foundation bereitgestellt. Die Stiftung will die Lebensqualität aller Menschen verbessern.

"Herzlichen Glückwunsch an Alaina, deren Projekt das Potenzial hat, die Anzahl der Autounfälle durch die Reduzierung von toten Winkeln zu verringern", sagte Maya Ajmera, Präsidentin der Society for Science, die den Wettbewerb jährlich veranstaltet.

Die Schülerin hat bewiesen, wie einfach dieses grundlegende Problem in der Autoindustrie angegangen werden kann. Nun liegt es an den großen Konzernen, daraus etwas zu erschaffen.

Diese Technik soll die Anzahl an Unfällen reduzieren

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