Frage spaltet Bürgerschaft: Bald keine Autos mehr in der Innenstadt?

Hamburg - Eine neue Volksinitiative für eine von Autos befreite Innenstadt hat in der Hamburgischen Bürgerschaft für eine Kontroverse gesorgt.

Die Einkaufsmeile Mönckebergstraße in Hamburg soll von Autos befreit werden.
Die Einkaufsmeile Mönckebergstraße in Hamburg soll von Autos befreit werden.  © Christian Charisius/dpa

Einzig die Linke kündigte an, die Initiative "vorbehaltlos" zu unterstützen. Diese will die Zufahrt zu den Parkhäusern im Innenstadtbereich nur noch in Ausnahmefällen zulassen und geht damit auch über die Pläne der Grünen hinaus.

67 Prozent der Hamburger wünschten sich eine autofreie Innenstadt, sagte Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks in der von seiner Fraktion beantragten Aktuellen Stunde am Mittwoch (TAG24 berichtete).

Auch die SPD sei für eine bessere Nutzung der innenstädtischen Räume, "für flächendeckende Fahrverbote dagegen nicht", sagte Verkehrsexpertin Dorothee Martin.

Dennis Thering von der CDU warf den Grünen vor, "Zwänge und Verbote mit der Brechstange" zu produzieren. Sein FDP-Kollege Ewald Aukes nannte die Volksinitiative "weltfremd, unrealistisch und wirtschaftsfeindlich". Für die AfD habe jedes Verkehrsmittel seine Berechtigung, sagte deren Verkehrsexperte Detlef Ehlebracht.

Im Stadtteil Ottensen sind seit September mehrere Straßen probehalber eine Fußgängerzone (TAG24 berichtete). Einen ähnlichen Test gab es bereits von August bis Oktober im Rathausquartier.

"Ottensen macht Platz" steht auf einem Asphalt-Schweller auf der Ottensener Hauptstraße.
"Ottensen macht Platz" steht auf einem Asphalt-Schweller auf der Ottensener Hauptstraße.  © Markus Scholz/dpa

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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