Er war bereits in Polen: Familie klaut gestohlenen Lieferwagen zurück!

Christoph Göbel (21, l.) wird nie wieder den Schlüssel im 
Auto stecken lassen. Jens Flöter (43), Chef vom Menüservice „Burgteich“ fand seinen Lieferwagen 
nur wenige Kilometer hinter der Grenze.
Christoph Göbel (21, l.) wird nie wieder den Schlüssel im Auto stecken lassen. Jens Flöter (43), Chef vom Menüservice „Burgteich“ fand seinen Lieferwagen nur wenige Kilometer hinter der Grenze.  © Eric Münch

Zittau - Zwölf Jahre war der Lieferwagen schon alt. Doch ihn sich einfach wegnehmen lassen, das wollte die Besatzung des Menüservice „Burgteich“ aus Zittau nicht. Die Mühe hat sich gelohnt.

Eine Szene wie aus dem Actionfilm geht Christoph Göbel (21) nicht mehr aus dem Kopf. Im Familienunternehmen fährt er täglich Essen rund um Zittau aus. „Ich habe den Motor in der Uferstraße laufen lassen, als ich das Essen weggebracht habe“, sagt er. „Als ich die Box in den Kofferraum stellen wollte, ging plötzlich der Motor los.“

Ein Dieb hatte sich hinter das Steuer des Fiat Doblo geklemmt. „Ich bin vorgerannt, habe durch das Fenster ins Steuer gegriffen.“ Doch der Dieb raste davon, schleifte Christoph fünf Meter mit und türmte über eine Wiese mit dem Wagen Richtung Polen. „Das hätte auch ganz anders ausgehen können“, sagt Göbel. „So hatte ich nur ein paar blaue Flecke.“

Als Christophs Vater und Chef Jens Flöter (43) davon erfuhr, setzte er sich sofort ins Auto. „Wenn das Auto zu lange weg ist, findet man das noch nie wieder“, sagt er. Auf dem Beifahrersitz saß der zweite Sohn Eric (18). Zwei Stunden düsten sie durch die Gegend und fanden den Wagen tatsächlich im polnischen Nachbarort Porajow. Durch Zufall.

In einem Busch stand der geklaute Lieferwagen. „Selbst die Nudeln mit Wurstgulasch waren noch im Auto.“ Schließlich ließ die Familie den eigenen Wagen abschleppen, klaute ihn sozusagen zurück. Das Zündschloss ist nämlich demoliert, muss repariert werden. Nach dem Dieb wird weiter gefahndet.

Das hätte auch schlimmer ausgehen können! Nachdem Christoph fünf Meter mitgeschleift wurde, 
blieben nur ein paar blaue Flecke.
Das hätte auch schlimmer ausgehen können! Nachdem Christoph fünf Meter mitgeschleift wurde, blieben nur ein paar blaue Flecke.  © Eric Münch

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