Von wegen mongolische Diplomaten! Dresdner Zoll macht bei Kontrolle Mega-Fund auf A17

Bad Gottleuba - Einen wirklichen Mega-Fund konnten Dresdner Zollbeamte bei einer Kontrolle auf der A17 machen.

Insgesamt 70 Kilo Heroin wurde vom Zoll sichergestellt.
Insgesamt 70 Kilo Heroin wurde vom Zoll sichergestellt.  © Zollfahndungsamt Dresden

Bei einer verdachtsunabhängigen Kontrolle in den frühen Morgenstunden des 3. Mai stoppten die Beamten Höhe Bad Gottleuba ein Auto mit Diplomatenkennzeichen. Der Wagen kam aus Richtung Tschechien.

Die beiden Mongolen, die im Auto saßen, behaupteten, dass sie Diplomaten seien und deshalb die Überprüfung ihres Fahrzeugs verweigern würden.

Da wurden die Zollbeamten misstrauisch. Ein Anruf beim Auswärtigen Amt in Berlin klärte den Fall schnell auf: Weder für die Männer noch ihr Auto lag eine Akkreditierung in Deutschland vor. Damit war auch keine Immunität gegeben, auf die sich die Mongolen zuvor dreist berufen hatten.

Als der Zoll anschließend den Pkw durchsuchten, machten sie eine unglaubliche Entdeckung: im Kofferraum befanden sich zwei Koffer mit 140 Paketen zu je 500 Gramm Heroin. Den Straßenverkaufswert der Drogen schätzt man auf mindestens drei Millionen Euro!

Für die Fahrzeuginsassen hieß es deshalb: Festnahme. Ihr Auto und das Rauschgift wurden sichergestellt.

Noch am nächsten Tag wurde vom Amtsgericht Dresden ein Haftbefehl gegen die Männer erlassen. Sie befinden sich jetzt in Untersuchungshaft.

Sowohl das Zollfahndungsamt als auch die Dresdner Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Drogen haben einen Straßenverkaufswert von mindestens drei Millionen Euro.
Die Drogen haben einen Straßenverkaufswert von mindestens drei Millionen Euro.  © Zollfahndungsamt Dresden
Die Zollbeamten führten Kontrollen auf der A17 durch. (Bildmontage aus Archivbildern)
Die Zollbeamten führten Kontrollen auf der A17 durch. (Bildmontage aus Archivbildern)  © DPA

Titelfoto: DPA

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