Es wächst und wächst: Hier klafft das größte Autobahn-Loch aller Zeiten!

Der Straßenbauarbeiter ist in dem Autobahn-Krater Richtung Rostock kaum zu erkennen.
Der Straßenbauarbeiter ist in dem Autobahn-Krater Richtung Rostock kaum zu erkennen.  © Bernd Wüstneck/dpa

Tribsees - Inzwischen ist es das größte Loch, das jemals in einer deutschen Autobahn klaffte: Unglaubliche 40 mal 95 Meter ist es mittlerweile riesig.

Dies teilte das Verkehrsministerium in Schwerin auf dpa-Anfrage mit.

Laut Aussage der mecklenburg-vorpommerschen Behörde sei das von Experten des Landesamts für Straßenbau auch so erwartet worden.

Lediglich den Zeitpunkt habe man damals noch nicht voraussagen können.

Anfang September 2017 war ein mehrere Meter langes Teilstück der abgesperrten Autobahn in Richtung Lübeck einfach weggebrochen, wie TAG24 berichtete!

Grund: Ein Torf-Vorkommen unter der Autobahn. Wobei noch immer unklar ist, was im Boden geschehen ist.

Längst ist die A20 in beide Richtungen gesperrt.
Längst ist die A20 in beide Richtungen gesperrt.  © Bernd Wüstneck/dpa

Möglich sind etwa zu schwache Stützen, nicht überprüfte Techniken oder schlicht Fehlkalkulationen.

Nachdem man den Verkehr in Richtung Stettin zunächst noch rollen ließ, sperrte man die gesamte Autobahn aus Sicherheitsgründen wenige Wochen später.

Der Verkehr wird seither an der Stelle umgeleitet.

Wie es jetzt weitergeht?

Inzwischen steht der Zeitplan für die europäische Ausschreibung von Planungsleistungen für die Reparatur.

Bis zum 22. Februar können sich Planungsfirmen um die Ausschreibung für die Instandsetzung der Dammabsackung bewerben, erklärte eine Ministeriumssprecherin der dpa.

Nach dem üblichen Prozedere könne der Zuschlag voraussichtlich im Juni erteilt werden. Zuletzt war Verkehrsminister Christian Pegel (44, SPD) von einer vollständigen Wiederherstellung der A20 bis zum Jahr 2021 ausgegangen.

Es müssen wohl rund 800 Meter rückgebaut werden, ehe der Teil als Brückenbauwerk mit einer Tiefe von 20 Metern neu errichtet werde.

Problem dabei: Nach Worten der Sprecherin hat es sich nun aber herausgestellt, dass die verbauten Trockenmörtelsäulen auch in einem etwa 100 Meter langen Abschnitt östlich der Brücke verwendet wurden.

"Es wird zurzeit geprüft, ob und wieweit diese Gründung ebenfalls geschädigt ist. Da aber selbst, wenn sie es nicht ist, ungewiss ist, ob und wie lange sie anhalten wird, wird dieser Dammabschnitt im Rahmen der Gesamtmaßnahme miterneuert."

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa


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