Transporter kippt in Baustelle um: Gaffer behindern Bergungsarbeiten auf A4

Der Kleintransporter kippte im Baustellenbereich auf der A4 um-
Der Kleintransporter kippte im Baustellenbereich auf der A4 um-  © Rocci Klein

Ottendorf-Okrilla - Bereits seit Wochen wird öffentlich über falsche Rettungsgassen und Gaffer diskutiert, die lieber ihr Handy zücken, als die Unfallstelle so schnell wie möglich zu verlassen oder den Verletzten zu helfen. Nun haben sich in der Nacht zu Dienstag wieder einige auf der A4 daneben benommen.

Gegen 0.30 Uhr kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Crash, bei dem ein Kleintransporter auf der Autobahn in Richtung Görlitz unterwegs war und zwischen den Anschlussstellen Ostendorf-Okrilla und Pulsnitz die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er fuhr rechts in die Schutzplanke und kippte dann nach links um: Und das alles ausgerechnet in einem Baustellenbereich.

Aktuell ist in diesem Abschnitt nur der rechte Fahrstreifen befahrbar. Kaum zu fassen, dass viele Autofahrer einfach in die Baustelle fuhren, um den umgekippten Renault zu umfahren, anstatt dem Mann zu helfen. Laut Aussage der Feuerwehr war zwar die gebildete Rettungsgasse "ganz in Ordnung", doch auf der Gegenfahrbahn hielten Autos teilweise an, um den Unfall zu beobachten, oder mit dem Handy zu filmen. Es bildete sich natürlich aus dem Nichts ein Stau, zudem ist es lebensgefährlich, mitten auf der Fahrbahn, noch dazu im Dunkeln und bei strömendem Regen, einfach zu halten. Auch auf der Unfallseite filmten einige.

Die Autobahn in Richtung Görlitz musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.
Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.  © Rocci Klein

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