Autobahn-Drama: Lkw rammt Polizeiauto und tötet zwei Feuerwehrmänner

Das beschädigte Polizeiauto am Stauende, dass der Lkw zuvor rammte.
Das beschädigte Polizeiauto am Stauende, dass der Lkw zuvor rammte.  © Morris Pudwell

Brandenburg (Havel)/Netzen - In den frühen Morgenstunden kam es auf der A2 südlich von Brandenburg (Havel) zu einem tragischen Unfall mit zwei Toten.

Kurz vor der Ausfahrt Netzen fuhr gegen 2.30 Uhr ein Transporter in einen Lkw. Dabei wurde der Fahrer des Transporters eingeklemmt und konnte nur durch die alarmierten Rettungskräfte aus seiner Lage befreit werden.

Um den eingeklemmten und verletzten Fahrer zu bergen, sperrte die Polizei und Feuerwehr die rechte und die mittlere Spur. Nur die linke Spur blieb für den Verkehr offen.

Etwa eine Stunde nach dem ersten Unfall wollte ein 55-jähriger Lkw-Fahrer auf der linken Spur an der Unfallstelle vorbeifahren. Aus noch ungeklärter Ursache erfasste er dabei mit seinem LKW ein Polizeiauto, das zur Sicherung auf der mittleren Spur stand.

Der Sattelzug kam ins Schlingern und prallte gegen das Feuerwehrauto. Es kippte um und begrub die beiden Männer im Alter von 23 und 39 Jahren unter sich.

Die konsternierten Kollegen sitzend trauernd an der Leitplanke.
Die konsternierten Kollegen sitzend trauernd an der Leitplanke.  © Morris Pudwell

"Ich kann mich gar nicht in die Lage der Kameraden hineinversetzen, die sehen mussten, was mit ihren Kameraden passiert ist", sagte der Schichtführer der Brandenburger Berufsfeuerwehr. Die Kräfte, die im Einsatz waren, wurden abgelöst und von Seelsorgern betreut.

Die Autobahn war seit dem zweiten Unfall zwischen den Anschlussstellen Brandenburg und Netzen in Richtung Berlin noch gegen 09.00 Uhr gesperrt. In den Morgenstunden kam es zu kilometerlangen Staus. Da die Sperrung noch mehrere Stunden andauern sollte, wurden Autos zur letzten Ausfahrt zurückgeleitet.

Ein Gutachter war vor Ort und übernahm die Ermittlungen zur Unfallursache.

Der Lkw raste in ein Stauende, am Ende kippte das Feuerwehrauto um und begrub zwei Kameraden unter sich.
Der Lkw raste in ein Stauende, am Ende kippte das Feuerwehrauto um und begrub zwei Kameraden unter sich.

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