Auf Moor erbaut: Wie geht es weiter mit der Krater-Autobahn?

Christian Pegel informiert an der kaputten Autobahn A20 über ein Handelskonzept.
Christian Pegel informiert an der kaputten Autobahn A20 über ein Handelskonzept.  © DPA

Rostock - Seit Ende September klafft ein riesiges Loch in der Autobahn 20 bei Tribsees (Mecklenburg-Vorpommern), wie TAG24 berichtete. Und wie geht es weiter?

Um nun Licht ins Dunkle zu bringen wird am Montagnachmittag Verkehrsminister Christian Pegel (44, SPD) auf einer Informationsveranstaltung der IHK Rostock Rede und Antwort zur Vollsperrung der "Ostsee-Autobahn" stehen.

Vor Wirtschaftsvertretern soll Pegel erklären, wie und vor allem wann es weitergehen wird. Wegen des Absackens der Fahrbahn ist die Autobahn, die auch als Lebensader des östlichen Landesteils gilt, seit September gesperrt. Dies führt zu erheblichen Lärmbelästigungen für die Anwohner.

Unternehmer vor allem aus der Logistikbranche klagen über teils erhebliche Verzögerungen und die Tourismusbranche befürchtet im Sommer einen weiteren Rückgang der Übernachtungszahlen. Urlauber könnten aus Angst vor weiteren Staus in Vorpommern die Region meiden.

Pegel muss sich wahrscheinlich sehr kritischen Fragen aus der Unternehmerschaft stellen, die seitens der Landesregierung die aus ihrer Sicht notwendige Eile bei der Reparatur vermissen.

Update 16.38 Uhr:

Beim Wiederaufbau der Autobahn 20 bei Tribsees will Verkehrsminister Christian Pegel (44, SPD) bereits in den Ausschreibungen Anreize für die ausführenden Unternehmen setzen.

Für sie solle sich schnelleres Planen und Bauen lohnen. Das Land wolle dabei auch die Möglichkeiten für Fristverkürzungen im Vergabeprozess ausschöpfen, sagte Pegel bei einer Informationsveranstaltung der drei Industrie- und Handelskammern am Montag in Rostock.

Pegel schilderte die Dimensionen des Projekts: "Faktisch werden wir knapp 800 Meter A20 rückbauen und danach als Brückenbauwerk mit circa 800 Meter Länge und über 20 Meter Höhe - hier besser Tiefe - neu errichten müssen."

Das entspreche dem Neubau eines Großhotels, nur in die Tiefe gebaut, und dass lasse sich nicht binnen kürzester Zeit hinzaubern.

Fachleute begutachten das abgesackte Autobahnteilstück.
Fachleute begutachten das abgesackte Autobahnteilstück.  © DPA

Titelfoto: DPA


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