Wieder Automat gesprengt: In dieser Stadt knallt's am meisten

Meißen - Ganoven sprengten mit Böllern in der Nacht zu Sonntag einen Zigarettenautomaten an der Ossietzkystraße in Meißen. Nur der jüngste Fall einer ganzen Reihe von derartigen Anschlägen. Besonders Zigarettenautomaten stehen in Sachsen im Visier der Vandalen.

15 Meter weit flogen Zigaretten, Automatenteile und Geld nach der Sprengung.
15 Meter weit flogen Zigaretten, Automatenteile und Geld nach der Sprengung.  © Ove Landgraf

Gegen 0.15 Uhr knallte es ohrenbetäubend, dann flogen Geräteteile, Zigaretten und auch Geld bis zu 15 Meter weit. "Bislang gibt es keine Spur von den Tätern", so ein Polizeisprecher.

Das Sprengen von Automaten mit Pyrotechnik ist längst kein Jahreswechsel-Phänomen mehr. Das Landeskriminalamt (LKA) registrierte 2018 insgesamt 152 zerstörte Zigarettenautomaten. Meist werden sie mit Böllern oder selbst gebastelten Rohrbomben gesprengt.

Doch auch Fahrkarten- oder Geldautomaten (2018: 17 Angriffe) werden in Sachsen laut LKA - vor allem in den Städten - das Ziel von Sprengungen. Die Hochburg ist Leipzig.

Die Deutsche Bahn setzt verstärkt auf Überwachung ihrer Automaten und auf Farbpatronen, um die Beute unbrauchbar zu machen. Trotzdem wurden 28 ihrer Automaten allein im ersten Halbjahr 2019 gesprengt.

In Dresden werden Ticketautomaten der DVB online überwacht. Anfang Dezember flog zuletzt ein Fahrkartenautomat in die Luft. Schaden: 30.000 Euro.

In Heidenau-Großsedlitz am Bahnsteig schlugen die Täter im Juni bereits das dritte Mal zu.
In Heidenau-Großsedlitz am Bahnsteig schlugen die Täter im Juni bereits das dritte Mal zu.  © Marko Förster

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