SPD-Politiker: Es besteht keine Gefahr in Dresdens Schwimmbädern

Der Dresdner CDU-Vorsitzende Christian Hartmann.
Der Dresdner CDU-Vorsitzende Christian Hartmann.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Nach dem sexuellen Übergriff auf vier kleine Mädchen im Dresdner Georg-Arnhold-Bad (MOPO24 berichtete) kritisiert die SPD jetzt den Dresdner CDU-Vorsitzenden Christian Hartmann. Der hatte nach dem Übergriff ein Sicherheitskonzept in Dresdner Schwimmbädern gefordert.

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Christian Avenarius, sagte: „Die Forderung nach einem Sicherheitskonzept für die Dresdner Schwimmbäder erweckt den Eindruck, dass eine besondere Gefährdung für die Sicherheit der Besucher der Dresdner Bäder bestehen würde. Dies ist - zum Glück - nicht der Fall.“

Die Mitarbeiter der Dresdner Bäder hätten bislang stets rasch und konsequent auf Fehlverhalten von Besuchern reagiert.

Dresden sei weiterhin eine der sichersten Großstädte in Deutschland. „Wir sollten die Bürger unserer Stadt nicht mit absolut überflüssigen Vorschlägen beunruhigen“, so Avenarius.

Die Mutter einer der begrapschten Kinder äußerte sich unterdessen ebenfalls zu dem Vorfall. Sylvia S. teilte mit: „Liebe Eltern, wie wir erfahren konnten, war das kein Einzelfall in Schwimmbädern. Wir wollen nicht, dass auch ihr eure Mädchen eines Tages vom Polizeirevier wegen eines solchen Vorfalls abholen müsst.“

Der mutmaßliche Grapscher, ein 19-jähriger afghanischer Asylbewerber, konnte nach der Tat vor Ort gestellt werden.

Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (52, SPD) hatte ein Badeverbot für Asylbewerber kategorisch abgewiesen. Er verwies darauf, dass es nicht richtig sei, alle Leute unter Generalverdacht zu stellen.

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Christian Avenarius.
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Christian Avenarius.

Fotos: Ove Landgraf, imago


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