Episch: Darum ist "Avengers Endgame" der größte Film aller Zeiten

Dresden - Spannung und Vorfreude sind weltweit riesig! Mit "Avengers: Endgame" startet der größte Blockbuster aller Zeiten am 24. April in den Kinos. Alles, was bisher im Marvel Cinematic Universe (MCU) passiert ist, findet im vierten gemeinsamen Film der Superhelden seinen epischen Höhepunkt.

Iron Man alias Tony Stark (Robert Downey Jr.) befindet sich in einer verzweifelten Lage.
Iron Man alias Tony Stark (Robert Downey Jr.) befindet sich in einer verzweifelten Lage.  © PR/Marvel

In monumentalen 182 Minuten erzählen die Russo-Brüder Joe und Anthony ("The Return of the First Avenger", "The First Avenger: Civil War", "Avengers: Infinity War") eine fesselnde Geschichte voll überraschender Wendungen.

Clint Barton / Hawkeye (Jeremy Renner) bringt seiner Tochter gerade Bogenschießen bei, als sich seine ganze Familie plötzlich in Luft auflöst.

Im Weltall nimmt Tony Stark / Iron Man (Robert Downey Jr.) eine verzweifelte Botschaft für Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) auf. Denn der Sauerstoff seines Raumschiffs geht langsam zur Neige.

Auf der Erde sind die verbliebenen Avengers nach der schlimmen Niederlage in "Infinity War" unterdessen am Boden zerstört.

Doch dank Nebula (Karen Gillan) und Captain Marvel (Brie Larson) finden sie Thanos (Josh Brolin) in den endlosen Weiten des Universums. Der ist jedoch nicht mehr der, der er war...

Ist die Welt, die Captain America (Chris Evans) und seine verbliebenen Freunde kennen, etwa für immer verloren?

Momente für die Ewigkeit

Für Black Widow alias Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) sind die Avengers ihr Lebensinhalt.
Für Black Widow alias Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) sind die Avengers ihr Lebensinhalt.  © PR/Marvel
Diese im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Story mit zeitweise mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen und unzähligen Figuren ist großartig umgesetzt worden.

Wie es den Russos gelungen ist, all das in einen fließend erzählten Film zu packen, der spannend und zugleich bewegend ist, verdient höchste Anerkennung.

Denn eine viel schwierigere Aufgabe kann es für Regisseure nicht geben: Die anspruchsvollen Fans zufriedenzustellen, unendlich lange bei gleichbleibender Top-Qualität zu drehen, einen extrem hohen organisatorischen Aufwand zu betreiben, (fast) alle bekannten Charaktere in die Erzählung einzubauen, ihnen würdige Auftritte zu bescheren und dann auch noch eine kreative Geschichte zu erzählen, die den Zuschauern dank ihrer klugen Machart ganz große Kinomomente beschert.

Das alles gelingt den Russo-Brüdern, weil sie außerdem nicht den Fehler begehen, diesen entscheidenden Film in sinnlose Schlachten ausufern zu lassen, sondern sich auf einige wenige, dafür umso gigantischere Kämpfe konzentieren.

Darüber hinaus hat Iron Man schon zu Beginn von "Endgame" seine intimste und berührendste Szene aller bisherigen Marvel-Streifen. Auch davon abgesehen läuft Robert Downey Jr. zu Hochform auf. An seiner Seite gibt sich das größte Staraufgebot, das die Filmwelt je in einem Werk versammeln konnte, die Klinke in die Hand und sorgt für Begeisterung.

Kinogeschichte mit kleinen Schwächen

Donnergott Thor (Chris Hemsworth) hat die Niederlage gegen Thanos noch nicht verkraftet.
Donnergott Thor (Chris Hemsworth) hat die Niederlage gegen Thanos noch nicht verkraftet.  © PR/Marvel
Und Humor. Hier tut sich besonders Chris "Thor" Hemsworth hervor und generiert einige herzhafte Lacher, weil er gekonnt mit seinem Image als muskelbepackter Schönling spielen darf und daran sichtlich seine Freude hat.

Auch davon abgesehen ist der Humor deutlich besser platziert als noch in "Infinity War", wo die düstere Grundstimmung mehrfach unpassend von Gags durchbrochen wurde.

Die Tonalität treffen die Russos mit den typischen Marvel-Witzen in "Endgame" also deutlich besser.

Dennoch wird es wohl nicht allen gefallen, dass die Action an den meisten Stellen des Films in den Hintergrund tritt und stattdessen auf tiefschürfendes Storytelling gesetzt wird.

Wie gehen die verschiedenen Figuren mit Trauer, Verlust, Schuldgefühlen und der ausweglosen Situation um? Diese zentralen Themen nehmen viel Raum ein.

Dabei entsteht leider auch die ein oder andere kleine Länge. Zusätzlich wird an einigen Stellen zu dick aufgetragen. Hier fehlt die Subtilität, über die "Endgame" ansonsten in hohem Maße verfügt, weshalb sich über diese kleinen Schwächen hinwegsehen lässt.

Angebliches Budget: 600 Millionen US-Dollar!

Steve Rogers alias Captain America (Chris Evans) hat wie viele andere Menschen unzählige Freunde verloren.
Steve Rogers alias Captain America (Chris Evans) hat wie viele andere Menschen unzählige Freunde verloren.  © PR/Marvel

Handwerklich überragt der neuste "Avengers"-Ableger dafür wie erwartet:

Die eingängige Musikuntermalung sorgt mit ihrem gezielten Einsatz mehrfach für Gänsehaut-Atmosphäre, zu der auch die dynamische Kameraführung, die abwechslungsreichen Locations, die detailreiche Ausstattung, die aufwendig gestalteten Kostüme, die stylischen Frisuren (und Bärte!) ihren Teil beitragen.

Darüber hinaus werden die genialen Spezialeffekte wahrscheinlich eine "Oscar"-Nominierung bekommen.

Bei einem von US-Medien geschätzten Budget von 600 Millionen Dollar (!) ist das allerdings auch keine große Überraschung.

Nur "Der König der Löwen" oder "Star Wars: The Rise of Skywalker", die ebenfalls von Disney verantwortet werden, dürften "Avengers: Endgame" ernsthaft Konkurrenz machen können.

"Endgame" ist übrigens noch nicht das Ende der dritten Phase des MCU gewesen. Erst mit "Spider Man: Far From Home", der hierzlande am 4. Juli 2019 in die Kinos kommt, ist diese abgeschlossen. Für Phase vier sind bereits mehrere Ableger angekündigt: Fortsetzungen von "Black Panther" und "Doctor Strange" ebenso, wie der ersehnte Solofilm "Black Widow". Nach dem emotional aufwühlenden Finale von "Endgame" darf man gespannt sein, wie es weitergeht...

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