Schlägerei im Straßenverkehr: Fußballprofi bekommt Mega-Strafe von seinem Verein!

Moskau (Russland) - Er brach einem US-Amerikaner die Nase! Obwohl das Opfer von Ayaz Gulievs Attacke keine Anzeige erstattete, hat der russische Fußballprofi mächtig Ärger am Hals.

In der WM-Arena von 2018, dem Spartak-Stadion, wird Ayaz Guliev vermutlich nicht wieder so schnell für die erste Mannschaft von Spartak Moskau auflaufen.
In der WM-Arena von 2018, dem Spartak-Stadion, wird Ayaz Guliev vermutlich nicht wieder so schnell für die erste Mannschaft von Spartak Moskau auflaufen.  © DPA

Denn sein Verein, der russische Spitzenclub Spartak Moskau, hat dem 22-Jährigen eine heftige Strafe für sein Fehlverhalten verpasst: Er muss ein Monatsgehalt in Höhe von 82.000 Euro (sechs Millionen Rubel) zahlen und wird mit sofortiger Wirkung in die zweite Mannschaft versetzt.

Diese Maßnahme soll ein Zeichen gegen Gewalt sein: "Nachdem das Management von Spartak aber die Umstände des Vorfalls untersucht hat, beschloss es, strenge Disziplinarstrafen gegen Guliev zu verhängen. Unser Club verurteilt jede Form von Gewalt und hält ein solches Verhalten seiner Spieler für nicht hinnehmbar", teilte der Verein in einer offiziellen Meldung mit.

Was genau war passiert?

Laut mk.ru news war Guliev am Mittwochabend mit seinem Auto auf dem Weg zum Training. Die Fußgänger, die grün bekommen hatten, begannen die Straße zu überqueren.

Einer von ihnen, mittlerweile als der US-amerikanische Übersetzer Michael Coe John Eli identifiziert, berührte den Mercedes von Guliev, der daraufhin ausstieg und ihn jagte. Er brach ihm bei der folgenden, handfesten Auseinandersetzung die Nase. Obwohl Eli blutverschmiert war, weigerte er sich, ins Krankenhaus zu gehen.

Ayaz Guliev (l.) brach nach einem Verkehrsunfall und Streit einem Passanten die Nase.
Ayaz Guliev (l.) brach nach einem Verkehrsunfall und Streit einem Passanten die Nase.

Stattdessen fuhren die beiden gemeinsam zur Polizeistation, wo sich der Übersetzer entschied, keine Anzeige zu erstatten, was vermutlich auch daran lag, dass Guliev sich entschuldigte und ihm anbot, die Arztrechnung zu übernehmen.

Die Polizei entzog Guliev den Führerschein. Sein Mercedes soll übrigens in 200 Vorfälle verwickelt gewesen sein, seit er im letzten Jahr gekauft wurde. Meistens war es überhöhte Geschwindigkeit.

Guliev stammt aus der hauseigenen Nachwuchsakademie, schaffte den Sprung zu den Profis allerdings nicht auf Anhieb und wurde an Anschi Machatschkala und den FK Rostov verliehen, um dort Spielpraxis zu sammeln.

Schlussendlich wurde er sogar für eine halbe Million Euro an Rostov verkauft. Dort überzeugte er allerdings mit so starken Leistungen, dass Spartak den 1,69 Meter kleinen zentralen Mittelfeldspieler bereits nach einem halben Jahr für die doppelte Summe wieder zurückkaufte und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2023 ausstattete. Seitdem ist er Stammspieler in Moskau.

Dass Guliev auf dem Rasen über enormes Potenzial verfügt, war dabei schon früh abzusehen: Seit der U16 spielte er für alle russischen Junioren-Nationalteams und hat insgesamt stolze 61 Länderspiele (13 Tore) absolviert. Nach seinem schlimmen Aussetzer muss er nun wieder alles daransetzen, sich auf seine sportlichen Leistungen zu konzentrieren.

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