Baby da und Maier weg? Petry will umstrittenen Richter loswerden

Als Vorredner von Björn Höcke (44) hatte AfD-Kandidat Jens Maier (55) in Dresden vorgelegt - und für heftige Kritik gesorgt.
Als Vorredner von Björn Höcke (44) hatte AfD-Kandidat Jens Maier (55) in Dresden vorgelegt - und für heftige Kritik gesorgt.

Dresden - AfD-Chefin Frauke Petry (41) will den ultrarechten Dresdner Richter Jens Maier (55) nun doch loswerden - gegen den Widerstand von Teilen der AfD-Basis. Derweil droht der frisch gebackenen Mutter selbst Ungemach: Gegen die Partei-Chefin wird weiter wegen Meineids ermittelt.

Maier, der sich gern "kleiner Höcke“ nennt, hat viele Anhänger bei der Sachsen-AfD. Genauso wie der Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke (45) sorgt der Richter am Dresdner Landgericht indes immer wieder für Eklats.

Daher hat der AfD-Landesvorstand um Petry nun den Antrag auf Parteiausschluss beim Landesschiedsgericht eingereicht, so AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer (41).

Wegen parteischädigenden Verhaltens! Und das, obwohl der Landesparteitag sich dagegen aussprach, Maier auf Listenplatz zwei für die Bundestagswahl setzte.

Hinter Höcke-Gegnerin Petry.

Intimfeinde: AfD-Chefin Frauke Petry (41) will Bundestagskandidat Jens Maier (55) aus der Partei schmeißen. Der Ausgang ist offen.
Intimfeinde: AfD-Chefin Frauke Petry (41) will Bundestagskandidat Jens Maier (55) aus der Partei schmeißen. Der Ausgang ist offen.

Laut Wurlitzer sei das Votum des Parteitags nur eine Empfehlung: "Es muss geprüft werden, ob Maiers Aussagen mit dem Programm der AfD vereinbar sind. Wir sind der Meinung, dass dies nicht der Fall ist.“

Weil Maier selbst Mitglied im Schiedsgericht ist, geht der Vorstand davon aus, dass der Antrag beim Bundes- und dann bei einem anderen Landesschiedsgericht bearbeitet wird.

Maier hatte als Vorredner Höckes bei dessen heftig kritisierter Dresdner Rede das Ende des deutschen „Schuldkults“ gefordert und von der „Herstellung von Mischvölkern“ fabuliert. Im April soll Maier bei einer Veranstaltung des rechten „Compact“-Magazins den 77-fachen Massenmord des norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik relativiert haben.

Derweil wird eine Anklage wegen Meineides gegen Petry, die gestern Mutter eines Sohnes wurde, wahrscheinlicher! Es geht um Aussagen im Wahlprüfungsausschuss des Landtages.

Während die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen AfD-Landesvorstand Carsten Hütter (52) jetzt eingestellt hat, wird gegen Petry weiter ermittelt. Bei Verurteilung droht ihr eine Freiheitsstrafe.


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