Baby fast totgeschlagen. Doch Täter kommt ungestraft davon

Die Prellungen und blauen Flecken im Gesicht des kleinen Jacob sind nicht zu übersehen.
Die Prellungen und blauen Flecken im Gesicht des kleinen Jacob sind nicht zu übersehen.

Sherwood - Dass Eltern Babysitter organisieren ist heute keine Seltenheit mehr. Immer mehr Erziehungsberechtigte vertrauen oftmals fremden Menschen ihre Schützlinge an. Ein amerikanisches Paar wird das wohl so schnell nicht mehr machen - die beiden fanden ihr Kind misshandelt auf.

Als die Eltern Joshua Marbury und Alicia Quinney vor zwei Monaten von einem gemeinsamen Abend nach Hause zurückkehrten, fanden sie ihren einjährigen Jacob weinend vor. Dessen Babysitter lag schlafend auf der Couch.

Das tatsächliche Ausmaß der Tragödie bemerkten sie erst am nächsten Tag: Jacob war übersäht mit blauen Flecken und Prellungen.

Ein Arzt entdeckte einen Handabruck auf dem Baby, wodurch ausgeschlossen werden konnte, dass sich das Kind selbst verletzt hat.

Ein Detektiv attestierte gar, dass die Verletzungen des Kleinen hätten tödlich sein können. Mit diesen Fakten gingen die Eltern zur Polizei.

Mehr als 370.000 Mal wurde der Aufruf des aufgebrachten Vaters mittlerweile geteilt.
Mehr als 370.000 Mal wurde der Aufruf des aufgebrachten Vaters mittlerweile geteilt.

Unglaublich: Die Beamten konnten nichts tun, obwohl der Babysitter mittlerweile zugab, dass er Jacob misshandelt hatte, wurde die Anklage der Eltern fallen gelassen. Denn die Gesetze im Bundesstaat Oregon sehen vor, dass der oder die Geschädigte selbst Aussagen muss, damit der Täter überführt werden kann, berichtet das Online-Portal OregonLive.

Der einjährige Jacob, der noch nicht sprechen kann, war natürlich nicht in der Lage seinen Babysitter zu belasten.

Von der Justiz im Stich gelassen, sah sich der Vater gezwungen seine tragische Situation zu veröffentlichen. Auf Facebook schrieb der 26-Jährige: "Eine Leiche kann auch nicht sagen, wer sie umgebracht hat. Niemand sollte ein Kind schlagen können und damit davonkommen, weil das Kind nicht aussagen kann.“

Das Mitgefühl der Facebook-Gemeinde ist natürlich riesig: Seit dem 21. Mai wurde der Post mittlerweile über 370.000 Mal geteilt. Auch unter #justiceforjacob zeigen sich Hunderttausende solidarisch mit der kleinen Familie.

Trotz der deutlichen Verletzungen wurde der Täter noch nicht bestraft.
Trotz der deutlichen Verletzungen wurde der Täter noch nicht bestraft.

Fotos: twitter.com


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