Sensation! Erstmals Baby aus Gebärmutter von toter Spenderin geboren

São Paulo (Brasilien) - Es ist eine absolute Sensation! In Brasilien ist es Ärzten gelungen, einer Frau, die ohne Gebärmutter geboren wurde, ein Kind zu ermöglichen.

Das Baby wurde per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. (Symbolbild)
Das Baby wurde per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. (Symbolbild)  © 123RF

Das Mädchen ist das weltweit erste Baby, was von einer Frau geboren wurde, die eine Gebärmutter von einer Toten erhielt.

Zwar waren Uterus-Transplantationen schon vorher erfolgreich, allerdings stammten die Organe immer von lebenden Frauen.

In Tschechien, Türkei und in den USA hatte man es bereits mit Gebärmüttern von verstorbenen Spenderinnen probiert, doch alle zehn Versuche scheiterten. Nun der Durchbruch in São Paulo!

Die Mutter (32), eine Psychologin, war anfangs besorgt. "Das war die wichtigste Sache in ihrem Leben", erklärt Dr. Dani Eyzenberg, der leitende Arzt des Transplantationsteams an der University of Sao Paulo School of Medicine.

Die 32-Jährige leidet laut DailyMail unter einem seltenen Syndrom, bei dem Frauen ohne Gebärmutter auf die Welt kommen.

Die Frau, die ihr schließlich ein eigenes Baby ermöglichte, war eine 45-Jährige, die an einem Schlafanfall gestorben war. Sie hinterließ drei Kinder.

Die 32-Jährige wurde mithilfe einer In-vitro-Fertilisation befruchtet.
Die 32-Jährige wurde mithilfe einer In-vitro-Fertilisation befruchtet.  © 123RF

Nach der Transplantation dauerte es noch sieben Monate, bis die Psychologin schließlich schwanger war. Sie wurde von Ärzte mithilfe der In-vitro-Fertilisationsmethode künstlich befruchtet.

Im vergangenen Dezember war es dann soweit: Per Kaiserschnitt kam ein gesundes Mädchen auf die Welt, was von seiner Einzigartigkeit noch nichts ahnte. Ein Jahr später sind sowohl Mutter als auch Tochter wohlauf. "Jetzt kommt sie herein und präsentiert uns ihr Baby und sie ist so glücklich", so Eyzenberg.

Beim Kaiserschnitt entfernten die Ärzte bei der 32-Jährigen ein Teil der Gebärmutter, damit diese keine weiteren Medikamente gegen eine Abstoßung des fremden Organs nehmen muss.

Nach diesem Erfolg sind nun zwei weitere Transplantationen im Rahmen der brasilianischen Studie geplant.

"Die brasilianischen Ärzte haben bewiesen, dass die Verwendung von verstorbenen Spendern eine gangbare Option ist", meint Tommaso Falcone. Der Mediziner war an einer ähnlichen Transplantation in Ohio beteiligt, die nicht erfolgreich war. Eine Infektion war damals der Grund gewesen. "Es könnte uns eine größere Menge an Organen geben, als wir für möglich gehalten hätten."

Titelfoto: 123RF

Mehr zum Thema Baby:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0