Baby (1) mit schwersten Verbrennungen: Die tragischen Schuldgefühle der Mutter

Staffordshire - Ein Kleinkind erlitt lebensbedrohliche Verletzungen, nachdem er sich mit einem Gemüsekocher verbrüht hat. Nun, ein halbes Jahr später, lebt er mit zahlreichen Narben und seine Mutter mit täglichen Selbstvorwürfen.

Der kleine Dougie wurde nach seinem Unfall schnell in ein Krankenhaus nach Birmingham gebracht. (Symbolbild).
Der kleine Dougie wurde nach seinem Unfall schnell in ein Krankenhaus nach Birmingham gebracht. (Symbolbild).  © EPA/ANDREW FOX

Der kleine Dougie Dodd war gerade einmal ein Jahr alt, als er sich bei einem Unfall in der Küche selbst entstellte. Im März diesen Jahres griff er nach Aussage seiner Mutter nach einem Holzlöffel an der Küchenzeile. Nachdem seine Mutter Nadia sah, was er tat rief sie laut seinen Namen, doch er erschrak und zog den Löffel zu sich.

Doch ihm kam nicht nur der Löffel, sondern auch ein Gemüsekocher entgegen, welcher neun Liter kochend heißes Wasser beinhaltete. Damit übergoss er sich und zog sich dabei schwerste Verbrennungen zu.

"Ich war direkt neben Dougie, als es passierte. Ich rief: "Dougie, nein!", Was ihn erschreckte. Als er zurücksprang, verfing sich der Griff des Löffels am Kabel des Gemüsekochers und dieser kippte um", so die 25-Jährige.

Nadia selbst facetimete währenddessen mit ihrer Mutter, die somit via Videotelefonie Zeugin des schrecklichen Unfalls wurde.

Sie war es auch, die letztlich den Rettungsdienst alarmierte, als Nadia indes versuchte, ihren Sohn mithilfe von einer kalten Dusche notzuversorgen.

Dougie kam in ein Krankenhaus ins englische Birmingham. Die Verletzungen bedeckten so gut wie die Hälfte seines Körpers. Gesicht, Hals, Brust, Hände und Füße sind von den Verbrennungen dritten Grades betroffen. Die Ärzte kämpfen in einer stundenlangen Notoperation um das noch junge Leben.

Unter anderem wurde dabei Haut seines linken Oberschenkels auf Handgelenk und Brust transplantiert. Doch nach erfolgreicher OP, war Dougie noch lang nicht über dem Berg. So erlitt er am 14. März ein toxisches Schocksyndrom.

Dabei schoss sein Blutdruck in die Höhe. In der Folge bekam er künstlich Sauerstoff zugeführt und eine Bluttransfusionen.

Ein Leben voller Narben, doch "du bist immer noch schön"

Erst am 8. April konnte er schließlich entlassen werden. Doch noch heute muss er eine Kompressionsweste tragen, damit die Narbenbildung so gering wie möglich ausfällt.

Auch wenn Dougie ein "fröhlicher, lebhafter kleiner Junge" ist, macht sich Nadia die schlimmsten Vorwürfe. "Er hat seine kontaktfreudige Persönlichkeit kein bisschen verändert, aber ich habe immer noch Schuldgefühle", so Nadia. "Ich weiß, es war ein Unfall, aber ich wünschte dennoch, ich könnte die Zeit zurückdrehen und seine Autos herausholen, damit er stattdessen mit ihnen spielt als mit den Töpfen."

Sie weiß, dass ihren Sohn ein Leben voller Narben erwarten wird. Doch sie versucht ihm jeden Tag zu zeigen, dass er immer noch ein wunderschöner Junge ist.

Die Bilder ihres Sohnes im Krankenhaus lassen sie indes jedoch nicht los. Dennoch ist sie unendlich dankbar für die Arbeit, die die Ärzte geleistet haben und ihrem Sohn das Leben retteten.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0