Fund einer Babyleiche: Polizei fahndet mit Plakaten nach Mutter

Glinde/Lübeck - Mit Plakaten suchen Polizei und Staatsanwaltschaft knapp eine Woche nach dem Fund einer Babyleiche im Gellhornpark in Glinde (TAG24 berichtete) jetzt nach der Mutter des Kindes.

Ermittler der Polizei stehen in dem Waldstück, in dem Schüler eine Babyleiche fanden.
Ermittler der Polizei stehen in dem Waldstück, in dem Schüler eine Babyleiche fanden.  © DPA

Am Donnerstag wollen Beamte der Bezirkskriminalinspektion Lübeck sowie der Polizeistationen Glinde und Reinbek die Plakate in öffentlichen Gebäuden aufhängen.

Ziel sei es auch, der Mutter noch einmal die Möglichkeit zu geben, sich von ihrem Kind zu verabschieden.

Ermittler haben dem toten Jungen den Namen Leander gegeben. "Wir nehmen an, dass Leanders Mutter sich in einer für sie ausweglosen Situation befunden hat und dringend Hilfe benötigt", heißt es auf dem am Donnerstag veröffentlichten Plakat.

Die Ermittler bitten um Hinweise auf Frauen, "deren Wesen sich im Laufe der letzten Monate verändert hat" - die beispielsweise auffällig an Gewicht zu- oder abgenommen hätten. Es sei auch möglich, dass die Frau in einer Partnerschaft lebe und bereits Kinder zur Welt gebracht habe.

Schüler des Glinder Gymnasiums hatten das tote Baby am 22. März in einem Waldstück hinter dem Schulgelände gefunden. Der kleine Junge, der nach Angaben von Gerichtsmedizinern etwa zwei Monate zu früh auf die Welt gekommen war, war in ein blaues Handtuch gewickelt gewesen (TAG24 berichtete).

Ob das Kind bei der Geburt noch gelebt hat, teilte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht mit. Telefonische Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Lübeck unter 0451/1314604 entgegen.

Mit diesen Plakaten fahndet die Polizei nach der Mutter des Kindes.
Mit diesen Plakaten fahndet die Polizei nach der Mutter des Kindes.  © Polizei Lübeck

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