Mutter geschockt: Baby wird von Verwandten gekuschelt und ist plötzlich todkrank

Perth (Australien) - Sobald ein Kind geboren ist, muss sich der kleine Körper erstmal an die "Außenwelt" mit all seinen Einflüssen gewöhnen. Dass selbst in der nahen Umgebung große Gefahren für einen Säugling lauern, musste jetzt eine Mutter aus Australien schmerzlich erfahren.

Ein Baby braucht viiiiiel Körpernähe - allerdings nicht von stark erkrankten Menschen.
Ein Baby braucht viiiiiel Körpernähe - allerdings nicht von stark erkrankten Menschen.  © 123RF

Megan Cockburn hatte gerade eben ihre zweite Tochter Lyla geboren und erholte sich bei ihrer Mutter Zuhause im australischen Perth.

Natürlich waren die anderen Verwandten und Bekannten schon ganz neugierig auf den neuen Erdbewohner gewesen und hatten sich deshalb zu einem Besuch angekündigt.

Sofort bemerkte die Mutter, dass einer ihrer Gäste stark schniefte. Still überlegte sie, ob es für ihr Baby vielleicht besser wäre, wenn sie das Kennenlernen vielleicht verschieben solle, bis der Verwandte wieder richtig gesund ist.

"Es gibt viel Aufregung in Bezug auf Neugeborene, und die Menschen möchten ihr neues Familienmitglied treffen, und sie denken nicht darüber nach, was ein leichter Schnupfen anrichten kann."

Doch Megan konnte sich nicht aufraffen, die Familie zu enttäuschen und den Kranken wieder wegzuschicken. "Ich hatte nicht den Mut, 'Nein' zu sagen. Es war die Angst, sie zu beleidigen."

Die Mutter brachte ihr Kind ins Krankenhaus. (Symbolbild)
Die Mutter brachte ihr Kind ins Krankenhaus. (Symbolbild)  © 123RF

Außerdem wollte die junge Frau nicht als "Helikopter-Mutter" abgestempelt werden.

Deshalb reichte sie dem Gegenüber ihre gerade einmal zwei Wochen alte Tochter. Der Verwandte kuschelte wild drauf los. "Ich hoffte, dass alles gut geht - aber ich lag falsch", erklärt Megan laut Yahoo 7 News. Denn kurz darauf musste Lyla um ihr junges Leben kämpfen.

"Sie wurde eine, vielleicht zwei Minuten lang gekuschelt, doch das war bereits genug." Einige Tage später wollte das Neugeborene nicht richtig wach werden, verweigerte gefüttert zu werden und hatte eine verschnupfte Nase. Megan bemerkte zudem, dass das Baby extrem lethargisch war.

Schließlich wusste die zweifache Mutter einfach nicht mehr weiter und brachte ihr Kind in ein Krankenhaus.

Um festzustellen, was der Kleinen fehlte, musste Lyla einige invasive Untersuchungen über sich ergehen lassen. Das waren zum Beispiel mehrere Blutuntersuchungen, eine Lumbalpunktion sowie Kanülen, die in die Hände, Arme und Füße des wenige Wochen alten Kindes gestochen wurden. Außerdem legte man eine nasale Magensonde, um sie künstlich zu ernähren.

"Es war schrecklich", jammert Megan. Glücklicherweise konnten die Ärzte Lyla schnell helfen und die Kleine wird keine langfristigen Schäden davontragen.

Doch ihre Mutter hat aus dem Vorfall gelernt: "Ich denke, wir Mütter müssen uns trauen, 'Nein' zu sagen und uns deswegen nicht schuldig fühlen."

"Wenn sie so klein und verletzlich sind, gibt es kein 'Überbeschützen' oder 'Überlieben'"

Titelfoto: 123RF

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