Prozessbeginn: Brit S. (24) soll ihr Baby zu Tode geschüttelt haben

Dresden - Der tragische Tod eines Babys ist seit dem heutigen Mittwoch in Dresden ein Fall für das Landgericht Dresden. Dort muss sich Brit S. (24) wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Misshandlung von Schutzbefohlenen verantworten. Sie soll ihren drei Wochen alten Sohn totgeschüttelt haben.

In diesem Haus starb das wenige Wochen alte Kind.
In diesem Haus starb das wenige Wochen alte Kind.  © Holm Helis

In der Silvesternacht 2017/2018 wurde der Notarzt nach Bühlau gerufen. Brit S. selbst hatte die Retter gerufen, die aber nur noch den Tod des Kindes feststellen konnten (TAG24 berichtete).

Weil anfangs von plötzlichen Kindstod ausgegangen wurde, kam es zur Obduktion, wie in solchen Fällen immer.

Aber die Gerichtsmediziner fanden heraus, dass der kleine Junge an massiver Gewalt starb. Er wurde so stark geschüttelt, dass er ums Leben kam. Brit S. gestand den Ermittlern die Tat. Die Mutter, der das Amt schon vor der Tat ihre beiden anderen Kinder wegnahm, kam in U-Haft.

Dort sitzt sie bis heute. Was ungewöhnlich ist, weil eine U-Haft eigentlich maximal sechs Monate dauern darf. Nach TAG24-Informationen saß Brit S. aber zwischenzeitlich Ersatzfreiheitsstrafen ab. Sprich Geldstrafen, die sie nicht bezahlt hatte.

Im Prozess will die Kammer, um Landgerichts-Präsidenten Martin Uebele (59), nun herausfinden, warum, der Junge sterben musste.

Vorerst sind fünf Verhandlungstage geplant. Dabei wird auch der Gerichtsmediziner seine Untersuchungsergebnisse vortragen.

Brit S. am Mittwoch vor dem Landgericht Dresden.
Brit S. am Mittwoch vor dem Landgericht Dresden.  © Marko Förster

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