Baby trinkt Waschmittel und landet im künstlichen Koma

Glasgow - Schock in Schottland: Ein zehn Monate alter Junge hat einen Schluck aus einer Waschmittel-Kapsel genommen und sich dadurch den Magen verbrannt.

Auch fünf Tage nach seiner Operation liegt der junge Schotte noch immer im künstlichen Koma. (Symbolbild)
Auch fünf Tage nach seiner Operation liegt der junge Schotte noch immer im künstlichen Koma. (Symbolbild)  © Yuriy Klochan/123RF

Der kleine Pearce Shepherd aus dem schottischen Örtchen Lennoxtown in der Nähe von Glasgow hat seiner Mutter einen Heidenschreck eingejagt und sich selbst in Lebensgefahr gebracht - und zwar indem er das getan hat, was Babys eben so machen: sich Dinge in den Mund stecken.

Wie die Webseite Daily Record berichtet, hat der Säugling am vergangenen Freitag aus Versehen einen Schluck aus einer Kapsel voller Waschmittel zu sich genommen. 

Seine 27 Jahre alte Mama, Melissa Cairney, hätte gerade die Wäsche gemacht, gleichzeitig gekocht und ihrem Sohn nur ganz kurz den Rücken zugewandt. Derweil muss das Baby eine auf den Boden gefallene Kapsel aufgehoben und eine ihrer Ecken aufgestochen haben.

Anfangs wäre es dem Kind noch gut gegangen, aber auf Anraten der Großmutter hin hätte sich Melissa Cairney dann doch mit ihm auf den Weg ins Krankenhaus gemacht. Und das war gut so! Denn nach 15 Minuten hat der Kleine Durchfall bekommen und musste sich übergeben.

Baby erleidet wegen Waschmittel Magenverbrennung

Wie die fünffache Mutter berichtet, wäre Pearce daraufhin schlapp geworden und hätte sie mit leeren Augen angeschaut. Sie hätte ihn während der Autofahrt die ganze Zeit über angeschrien, damit er bloß wach bleibt.

Nachdem die beiden im Glasgower Kinderkrankenhaus angekommen waren, haben Ärzte das zehn Monate alte Kind direkt in den OP-Saal gebracht und eine Endoskopie durchgeführt.

Während Melissa um das Leben ihres Sohnes bangen musste, haben die Mediziner herausgefunden, dass die giftigen Chemikalien aus dem Waschmittel den Magen des Babys verbrannt hatten. 

Außerdem waren die Atemwege des Kleinen zugeschwollen, sodass die Ärzte ihn in ein künstliches Koma versetzen mussten.

Keine Sorge: Das Baby soll auf jeden Fall überleben

"Ich konnte nicht glauben, wie gefährlich so eine kleine Menge an Flüssigkeit sein kann", beteuert die Mutter des Jungen. "Pearce hat nur ein winziges Bisschen geschluckt und endete auf der Intensivstation."

Auch am heutigen Mittwoch liegt das Baby immer noch im Koma. Zum Glück haben die Kinderärzte bereits eine gewisse Entwarnung gegeben: Das Kind würde das Ganze mit Sicherheit überleben!

Allerdings sei noch unklar, wie lange der kleine Körper braucht, um sich zu erholen - und auch Spätfolgen wären zurzeit nicht auszuschließen.

Titelfoto: Yuriy Klochan/123RF

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