Ekelhafter Handel: Polizei deckt Baby-Verkauf über Instagram auf

Jakarta (Indonesien) - Der Polizei in Indonesien ist ein Schlag gegen eine Internet-Bande gelungen, die einen ekelhaften Handel im Netz betreibt.

Die Babys wurden wir Ware auf Instagram angeboten.
Die Babys wurden wir Ware auf Instagram angeboten.

Auf Instagram wurden ausgerechnet Babys zum Verkauf angeboten. Das Konto war als Familienwohlfahrtsagentur getarnt und lud regelmäßig Fotos von schwangeren Frauen, Ultraschalluntersuchungen und eben auch Säuglingen hoch.

Die mehreren Hundert Follower wurden unter den Bilder detailliert zu Alter, Wohnort und Religion der Kinder informiert.

Während es von außen betrachtet wirkte, als würde es ein Beratungdienst-Profil sein, konnte man dort auch eine Handynummer finden. Doch unter dieser Nummer fanden Betroffene keine Hilfe bei Familienproblemen - Im Gegenteil.

Sie war für potenzielle Käufer gedacht, die mit den Kriminellen Kontakt über WhatsApp herstellen sollten.

Meistens boten die Mütter selbst ihre Kinder an. In einem Post sieht man auf dem Foto eine werdende Mutter. In der Beschreibung steht, dass sie schwanger wäre und ihr Kind zur Adoption freigeben möchte. Interessenten sollen sich unter der Nummer melden. Dabei wäre es dann zu einem Verkauf gekommen.

Alles flog auf, als die Polizei eine Transaktion abfangen konnte, welche Anfang September vonstatten ging. Eine 22-Jährige wollte ihr 11 Monate altes Kind für Geld verhökern. Umgerechnet rund 176.000 hätte sie für ihr eigen Fleisch und Blut bekommen. Doch nicht nur sie hätte an dem Baby verdient. Der Käufer sollte etwa 59.000 Euro an einen Makler, sowie 29.000 Euro an den Betreiber der Instagram-Seite zahlen.

Nun wurden alle vier, die an dem ekelhaften Verkauf beteiligt waren, von der Polizei festgenommen. Sie könnten für bis zu 15 Jahren wegen des Verstoßes gegen das Kinderschutzgesetz hinter Gittern landen.

Leider ist es in Indonesien keine Seltenheit, dass Säuglinge verkauft werden. "Aber es passierte bisher selten über Instagram. Es ist eine neue Masche", erklärt Rita Pranawati, stellvertretende Vorsitzende der indonesischen Kinderschutzkommission (KPAI), gegenüber des BBC.

Während es Menschen gibt, die die Babys für grausame Dinge wie Sexarbeit kaufen wollen, muss man auch mit solchen Interessenten rechnen, die offiziell keine Genehmigung für eine Adoption bekamen und es nun illegal probieren.

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