Babybrei-Erpresser: Das sagt der Psychiater über den Angeklagten

Ravensburg - Im Prozess um vergiftete Babynahrung soll am Montag (9.20 Uhr) der psychiatrische Sachverständige sein Gutachten über den mutmaßlichen Supermarkt-Erpresser vortragen.

Der Angeklagte soll eine Borderline-Persönlichkeitsstörung haben (Archiv).
Der Angeklagte soll eine Borderline-Persönlichkeitsstörung haben (Archiv).  © DPA

Danach wird die Beweisaufnahme laut dem Landgericht Ravensburg geschlossen und es könnte noch am selben Tag ein Urteil gefällt werden.

Ein Psychologe hatte dem heute 54 Jahre alten Angeklagten im Jahr 2016 eine Borderline-Persönlichkeitsstörung attestiert.

Die Betroffenen gelten als emotional instabil und neigen dazu, Impulse ohne Rücksicht auf Konsequenzen auszuleben. Vor der Schwurgerichtskammer in Ravensburg berichtete der Psychologe von zwei Gesprächen, die er mit dem Mann geführt hatte.

Der 54-Jährige hatte laut Anklage vor rund einem Jahr versucht, 11,75 Millionen Euro von Handelsunternehmen zu erpressen. Er gab in der Hauptverhandlung zu, dafür fünf vergiftete Gläser mit Babynahrung in Supermärkten in Friedrichshafen platziert zu haben.

Jede Portion enthielt laut Ermittlern eine für Säuglinge und Kleinkinder tödliche Dosis. Angeklagt ist er unter anderem wegen versuchten Mordes.

Titelfoto: DPA


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